Unter uns gesagt: Corona macht dick

Gerlinde Sommer zum Tage.

Gerlinde Sommer

Gerlinde Sommer

Foto: MGT / TLZ

Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Hören Sie das auch immer wieder? Offenbar ist über die Coronazeit der heimische Textilbestand zwar nicht in der Masse, aber doch im Einzelnen geschrumpft. Das liegt daran, dass viele Menschen seit März notgedrungen, aus Vorsicht, aber auch aus Mangel an Gelegenheit deutlich häuslicher geworden sind. Wer beispielsweise Homeoffice macht, hat im Schnitt einen deutlich geringeren Kalorienverbrauch. Ich sage das so, weil kein Mensch von Jouleverbrauch spricht.

Die neue Häuslichkeit führt bei manchem zu Bewegungsmangel. Wenn dann noch mehr gekocht wird als sonst, die Portionsgrößen wachsen und auch Naschereien zunehmen, bildet sich der bekannte Rettungsring. In der Folge spannen die Hose oder der Rock am Bauch oder an der Taille. Corona macht also wohlbeleibt. Und deshalb haben sich nicht wenige Modeschöpfer bereits darauf eingestellt, nun eher dehnbare Bündchen zu verwenden und die Hemden sowie Blusen nicht slimfit auf den Leib zu schneidern. Ansonsten spannt der Knopf …

Durch Corona bedingte Häuslichkeit beschert einen kleinen Wohlfühlbauch. Das ist so schlimm nicht, wenn es nur um wenige Kilos geht. Problematisch ist es, wenn wegen finanzieller Einschränkungen einer massiven Fehlernährung Vorschub geleistet wird. Davon betroffen sind nach Angaben eines renommierten Münchner Medizinprofessors vor allem Kinder armer Leute. Bei Familien mit schmalen Geldbeutel sei häufig seit diesem Frühjahr eine erhebliche Gewichtszunahme festzustellen. Das liegt daran, dass billige Lebensmittel oft viel zu viel Zucker, Fett und Salz enthalten. Ein wenig helfen kann auf jeden Fall Bewegung: Die kostet auch nichts.

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