Unter uns gesagt: Die Weisheit der Vielen

Gerlinde Sommer zum Tage.

Gerlinde Sommer

Gerlinde Sommer

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Liebe Leserinnen,
liebe Leser!

Wer war’s? Als am Sonntagabend bekannt wird, was jetzt an Einschränkungen gilt, da hat der Beschluss viele Väter, wie man so sagt. Landesväter. Die Landesmütter fanden es vielleicht nicht so wichtig, darauf hinzuweisen, dass auch ihnen alles am Wohl der Einwohnerschaft liegt. Das ist doch selbstverständlich.

Jedenfalls sagte Daniel Günther: „Wir haben uns in weiten Teilen darauf verständigt, dass das, was wir in Schleswig-Holstein an Regelungen haben, jetzt Standard in ganz Deutschland wird.“ Vom anderen Ende des Landes schallte es so: „Damit werden nahezu alle Einschränkungen bestätigt, die wir in Bayern schon am Freitag beschlossen haben.“ Markus Söder (CSU) hatte wahrscheinlich vergessen machen wollen, dass das grün-schwarze Baden-Württemberg zu dem Zeitpunkt schon strengere Regeln hatte mit Blick auf die Zahl derer, die sich draußen treffen durften… Da waren es drei, jetzt sind es nur noch zwei – jedenfalls dann, wenn sie nicht einer Familie oder Wohngemeinschaft angehören… Das ganze Wochenende über hatte zudem Bodo Ramelow (Linke) all denen, die forderten, Thüringen solle wie Bayern handeln, nicht zu Unrecht stets gesagt: „Das sind alles Sachen, die bei uns schon gegolten haben. Die übernehmen die anderen Länder jetzt.“

Von mir aus kann es in dieser Hinsicht ruhig 16 Sieger geben. Es ist ja durchaus nicht so, dass wir als föderalistische Bundesrepublik lascher gehandelt hätten als zentral gesteuerte Republiken, auch wenn das Freunde des Zentralstaats meinen. Und es ist gut, dass die Gesundheitsämter und die Kommunen die lokale Situation genau bewerten. Dann wird eben ein Ort, wie jetzt geschehen, abgeriegelt – und nicht etwa das ganze Land. Die richtigen Regeln zu treffen, ist die große Herausforderung. Einhalten müssen wir sie alle, sonst wird es ganz finster...

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