Unter uns gesagt: Zehn auf einen Streich

Gerlinde Sommer über ein Zuviel an Geschenken.

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Liebe Leserinnen,liebe Leser! Erinnern Sie sich noch an Ihre Zucker- beziehungsweise Schultüte? Ich ja, denn ich hatte nur eine – meine – Tüte. Dass jedes Kind genau eine Zuckertüte sein Eigen nennt, scheint aber längst Geschichte. Und ich meine jetzt nicht diese kleinen Minitüten, in die die Verwandt- und Bekanntschaft Geschenke verpackt, die es zur Einschulung üblicherweise gibt. Zum Beispiel ein wenig Geld, um Sportsachen zu kaufen oder um für den ersten Füller zu sparen. Ein Kasten mit Wasserfarben oder ein schönes Sport-Shirt sind ja auch gefragt...

Die Realität sieht anders aus, wie ich Samstag in einer Gaststätte auf dem Rennsteig erfuhr: Erst kam der Erstklässler stolz mit seiner Tüte. Dann folgte ein Großelternpaar mit einer Schultüte gleicher Größe. Wir frotzelten: Das ist wie wenn jemand dem Brautpaar am Hochzeitstag noch ein Paar Eheringe schenkt. Aber es kamen immer mehr Gäste mit solch großen Zuckertüten. Nicht nur die heimischen Menschen an meinem Tisch zählten mit, auch am Nachbartisch schüttelten ältere Semester den Kopf. Am Ende hatte das Kind zehn große Zuckertüten. Die junge Kellnerin kannte es nicht anders. Das, sagte sie, sei jetzt Tradition...

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Erinnern Sie sich noch an Ihre Zucker- beziehungsweise Schultüte? Ich ja, denn ich hatte nur eine – meine – Tüte. Dass jedes Kind genau eine Zuckertüte sein Eigen nennt, scheint aber längst Geschichte. Und ich meine jetzt nicht diese kleinen Minitüten, in die die Verwandt- und Bekanntschaft Geschenke verpackt, die es zur Einschulung üblicherweise gibt. Zum Beispiel ein wenig Geld, um Sportsachen zu kaufen oder um für den ersten Füller zu sparen. Ein Kasten mit Wasserfarben oder ein schönes Sport-Shirt sind ja auch gefragt...

Die Realität sieht anders aus, wie ich Samstag in einer Gaststätte auf dem Rennsteig erfuhr: Erst kam der Erstklässler stolz mit seiner Tüte. Dann folgte ein Großelternpaar mit einer Schultüte gleicher Größe. Wir frotzelten: Das ist wie wenn jemand dem Brautpaar am Hochzeitstag noch ein Paar Eheringe schenkt. Aber es kamen immer mehr Gäste mit solch großen Zuckertüten. Nicht nur die heimischen Menschen an meinem Tisch zählten mit, auch am Nachbartisch schüttelten ältere Semester den Kopf. Am Ende hatte das Kind zehn große Zuckertüten. Die junge Kellnerin kannte es nicht anders. Das, sagte sie, sei jetzt Tradition...

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