Weimar. Fachlich verrissen hatte Buchenwald-Chef Jens-Christian Wagner die „Stiftung Sendehalle Weimar“ von und um Martin Kranz. Nun redeten beide darüber. Was dabei rauskam, lesen Sie hier.

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Nietzsche-Kult der Nationalsozialisten muss im Zentrum des Konzeptes „Sendehalle Weimar – Campus des Lebens“ stehen. Darauf einigten sich dem Vernehmen nach Jens-Christian Wagner als Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Martin Kranz als Gründer der „Sendehalle“-Stiftung. Sie sprachen jetzt ausführlich über die deutliche Kritik, die Wagner sowohl im Hauptausschuss des Weimarer Stadtrates als auch dieser Zeitung gegenüber formuliert hatte. „Den Nietzsche-Kult der Nazis mit der Sakralisierung von KZ-Überlebenden brechen zu wollen, halte ich für unpassend“, hatte er unter anderem erklärt und auch die bislang fehlende wissenschaftliche Begleitung des Projektes bemängelt.