Kurzfilm "Kai" gewinnt beim Weimarer Filmwettbewerb "Atriumflimmern"

Vanessa Murillo und Bojana Ristic gewannen mit ihrem Kurzfilm "Kai" am Freitag, 25. Januar, den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis im Filmwettbewerb "Atriumflimmern" des Weimar-Atriums. Die sechsköpfige Jury lobte "Kai" als einen charmanten Kurzfilm mit leisem Humor.

Glückliche Preisträger (v.l.): Vanessa Murillo und Bojana Ristic (1. Preis), Steven Mehlhorn (2. Preis) und Katja Loos (3. Preis) mit Marko Yamaguchi (3.v.l.), künstlerische Leitung des Projektes "Atriumflimmern", und Centermanagerin Franca Frister (4.v.l.). Foto: Maik Schuck

Glückliche Preisträger (v.l.): Vanessa Murillo und Bojana Ristic (1. Preis), Steven Mehlhorn (2. Preis) und Katja Loos (3. Preis) mit Marko Yamaguchi (3.v.l.), künstlerische Leitung des Projektes "Atriumflimmern", und Centermanagerin Franca Frister (4.v.l.). Foto: Maik Schuck

Foto: zgt

Weimar. Die Variante eines Filmes von Jacques Tati: Wie dessen Figur Monsieur Hulot kämpft auch der melancholische Frosch Kai mit den Widrigkeiten des technisierten Alltages, seien es Rolltreppen, Aufzüge oder Gegensprechanlagen.

Angelika Saller, Mitinhaberin der Unternehmensgruppe Saller, zu der das Einkaufs- und Erlebnis-Center an der Friedensstraße gehört, hatte den Filmwettbewerb angeregt. Professor Wolfgang Kissel, Professur Medienereignisse an der Bauhaus-Universität, griff die Idee gern auf.

Entstanden sind die Filme im Sommersemester 2012 im Projektmodul "Vorkammerflimmern", Studiengang Medienkunst / Medienereignisse, künstlerische Leitung: Marko Yamaguchi (Experimentelle Television). Es sollten Kurzfilm-Ideen im und für das Atrium entwickelt werden. Dabei waren sämtliche Genres willkommen. Wichtig waren den Veranstaltern persönliche Sichtweisen, originelle Ideen und prägnante Umsetzungen.

"Dabei durfte auch ein gewisser spielerischer Humor nicht zu kurz kommen. Warum also dieser Titel? Ganz einfach, da steckt Herzblut drin", erläuterte Projektleiter Professor Kissel bei der Preisverleihung im Cinemagnum. Mehr als 20 Filme waren von den Studierenden für den Wettbewerb eingereicht worden. Wie Professor Kissel in seinem Grußwort erklärte, "war die Uni sehr glücklich über die sehr professionelle Zusammenarbeit mit dem Atrium".

Die Preisgelder des Filmwettbewerbs "Atriumflimmern" mit knapp 10.000 Euro dotiert

Die Studierenden seien bei den Dreharbeiten hervorragend unterstützt und die Preisgelder mit knapp 10.000 Euro äußerst großzügig bemessen worden. "Es ist der erfolgreiche Versuch, studentische Kunst und Kommerz miteinander in Einklang zu bringen." Den 2. Preis und damit 3000 Euro überreichte Centermanagerin Franca Frister Steven Mehlhorn für seinen Film "Der Geheimtipp", den 3. Preis (1000 Euro) erhielt Katja Loos für ihren Film "Perception".

Steven Mehlhorns Arbeit über den Ausflug eines namhaften Thüringer Skaters ins Weimar-Atrium ist nicht nur ein spektakulärer kurzer Dokumentarfilm. Der Beitrag birgt zugleich eine interessante, auf ein jugendliches Publikum gerichtete Marketing-Idee für ein jährlich wiederkehrendes Event im und vor dem Atrium. Für einen weiteren Filmbeitrag ("Am Ende brauchen sie mich doch") errang Mehlhorn zudem eine Anerkennung und einen Einkaufsgutschein.

Als "einfach, aber effektvoll" bezeichnete die Jury Katja Loos' drittplatziertes Werk: Zur Musik von Beethovens "Mondscheinsonate" ziehen Figuren über Fassadenelemente des Atriums. Der Film zeichne in Bauhaus-Tradition die vielschichtige Geschichte und die architektonischen Strukturen des Atriums an der "Oberfläche" nach. Nseera Mohammeds erhielt mit "Imprint" einen lobende Erwähnung und einen Gutschein.

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