Jazz trifft Pantomime im Eisenacher Kunstpavillon

Eisenach  Schublade aufmachen: Warum am kommenden Freitag ein spannender Abend wartet.

Harald Seime (links) wird mit seiner Pantomime-Kunst das Publikum bezaubern. Foto: Norman Meißner

Harald Seime (links) wird mit seiner Pantomime-Kunst das Publikum bezaubern. Foto: Norman Meißner

Foto: zgt

„Seit meiner Studentenzeit kenne ich es so, dass Jazz und Pantomime eine tolle Liaison eingehen können. Der Jazz und die stumme Kunst scheinen fern und sind doch so nah“, freut sich der Eisenacher Komponist Johannes Schlecht schon jetzt enorm auf das, was da am Freitag, 27. Mai, im Eisenacher Kunstpavillon passieren wird. Um 20 Uhr nämlich treffen die Musiker der „Medical Syncopater Jazzband Eisenach“ auf die Kunst der bekannten Thüringer Pantomimen Harald Seime aus Jena.

Schlecht ist dabei die treibende Kraft. Aus seiner Studentenzeit kennt er Seime und der Kontakt der beiden Künstler ist nie abgerissen, immer wieder fanden sie auch zu Auftritten zueinander. „Er ist das Denkmal der ostdeutschen Pantomime-Kunst“, beschriebt der Komponist was er von Seime hält. Mit seinen 80 Jahren ist Seime immer noch ein Meister seines Faches.

Und Schlecht ist ja auch der musiklaische Kopf hinter der Jazzband. Die fand sich vor Jahren zusammen, damals noch ausschließlich neben ihm bestehend aus Medizinern. Das hat sich mittlerweile ein wenig geändert, zur elfköpfigen Combo gehören mittlerweile auch ander Berufsgruppen. Die engagierten Musiker haben sich dem klassischen New Orleans-Jazz verschrieben. Allerdings sind sieben Bläser eine ungewöhnlich große Zahl für diese Form des Jazz, und deshalb sind eigene Arrangements für die aufwendigen Bläsersätze vonnöten. „Wir sind nahezu alle berufstätig. Wir spielen also mehr aus Spar an der Freude, allerdings mit dem künstlerischen Ehrgeiz, ein entsprechendes Niveau halten zu wollen“, weiß Schlecht. Schließlich treten sie auch öffentlich auf, und dies meist in der Region Eisenach, allerdings führten die Konzertreisen auch schon runter bis nach München.

Beim Event am Freitag werden sowohl Band als auch Seime mal einzeln agieren, aber eben auch gemeinsam zu erleben sein. „Das wird keine Abfolge der unterschiedlichen Genres, sondern auch die gemeinsame Aktion,, wenn wir ihn begleiten oder er eben uns. Das wird ganz spannend, weil da natürlich auch viel Improvisation im Spiel ist“, so Schlecht.

Gemeinsam mit Kunstpavillon-Chef Peter Schäfer hat er auch schon Überlegungen angestellt, diese Form dieses Aufeinandertreffens unterschiedlicher Kunstformen als eine Art Reihe im Kunstpavillon anzusiedeln. „In Eisenach gibt es so viele gute Künstler aus allen möglichen Bereichen der Kunst. Da müssen wir nur die Schubladen aufmachen und gemeinsam reinschauen“.

l „Jazz & Pantomime“ am Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr im Kunstpavillon Eisenach, Wartburgallee

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