Berlin. Mit E-Bikes sind selbst Sportmuffel schnell unterwegs. Die Anschaffung ist aber teuer. Mit diesen Tricks können Sie viel Geld sparen.

E-Bikes sind schnell und praktisch: Selbst unsportliche Menschen können weite Strecken zurücklegen und etwas für ihre Fitness tun, sogar wenn Hügel oder Berge im Weg stehen. Leider sind sie im Vergleich zu konventionellen Fahrrädern auch recht teuer. Aber auch, wenn keine Tausend(e) Euro zur Verfügung stehen, muss nicht unbedingt auf ein E-Bike verzichtet werden: Denn es gibt verschiedene Wege, um sie günstiger zu bekommen.

Ein E-Bike leasen

Leasing kann eine sinnvolle Alternative zum Kauf sein. Statt die Kaufsumme komplett zu zahlen, werden dann monatlich Leasingraten fällig. Diese entsprechen aber nicht dem Gesamtwert des E-Bikes, sondern nur einer anteiligen Nutzung auf die Leasingdauer. Meist wird solch ein Leasingvertrag über drei Jahre geschlossen. Sind diese drei Jahre vorbei, muss das Rad wieder abgeben oder für einen günstigen Restbetrag gekauft werden.

Beim Vergleich von Leasingverträgen sollte beachtet werden, dass in einigen bereits eine Versicherung und eine jährliche Inspektion enthalten ist, in anderen Angeboten eventuell nicht. Eine Versicherung und Inspektion erhöht dann die Leasingraten. Wie der Geldratgeber Finanztip berichtet, kann das aber günstiger sein, als das E-Bike separat abzusichern.

Welches E-Bike passt zu mir? // IMTEST

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    E-Bike vom Arbeitgeber

    Wer in einem Arbeitsverhältnis steht, kann seinen Chef oder seine Chefin nach einem E-Bike als Dienstfahrrad fragen. Dafür gibt es zwei Wege: eine Gehaltsumwandlung oder zusätzlich zu Deinem Gehalt, zum Beispiel anstelle einer Gehaltserhöhung. Der Arbeitgeber least oder kauft das E-Bike und überlässt es dem Arbeitnehmer.

    Gibt es das E-Bike in Form einer Gehaltsumwandlung, zahlt der Arbeitgeber einen Teil und einen Teil der Arbeitnehmer. Damit reduziert sich der zu versteuernde Bruttolohn und auch die Zahlungen in die Rentenkasse. Die private Nutzung des E-Bikes muss wiederum als geldwerter Vorteil pauschal mit 0,25 Prozent des Listenpreises des E-Bikes versteuert werden. Kostet das E-Bike zum Beispiel 2000 Euro, müssen 5 Euro im Monat versteuert werden.

    Wird das E-Bike zusätzlich zum Gehalt bereitgestellt, bleibt der Bruttolohn bestehen. Die private Nutzung muss nicht versteuert werden. Auch das Bruttogehalt reduziert sich in diesem Fall nicht.

    Wie das Jobbike bereitgestellt wird, entscheidet am Ende der Arbeitgeber. Auch über das E-Bike, also das Modell, kann der Arbeitgeber allein bestimmen.

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    Gebrauchte E-Bikes

    Wer keinen Arbeitgeber hat, der ein Jobbike stellt, der kann ein E-Bike günstig gebraucht kaufen. So gibt es Leasingrückläufer in einem sehr guten Zustand zu einem sehr günstigen Preis. Läuft der selbst abgeschlossene Leasingvertrag aus oder der über den Arbeitgeber, kann das Leasingbike günstig gekauft werden. Das kann aber auch jeder machen, der vorher kein eigenes Leasingrad hatte. Solch ein Leasingrückläufer kostet dann nur noch knapp 20 Prozent des Neupreises.

    Auch gebrauchte, aufgekaufte E-Bikes von spezialisierten Anbietern, die generalüberholt wurden (refurbished), sind für bis zu 40 Prozent des Neupreises erhältlich. Der Vorteil dieser Gebrauchträder: Sie unterliegen der Garantie und Gewährleistung wie ein fabrikneues E-Bike. Diesen Vorteil gibt es beim Kauf von einem privaten Verkäufer nicht: Der technische Zustand ist oft nicht eindeutig. Und eine Garantie gibt es natürlich auch nicht.

    E-Bike finanzieren

    Natürlich kann ein E-Bike auch finanziert werden. Dies geht unter Umständen auch direkt über den Händler. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass die monatlichen Raten nicht das verfügbare Budget übersteigen. Je niedriger die Raten und je länger damit die Abzahlungsdauer, desto mehr muss auch für Zinsen gezahlt werden – zusätzlich zum Preis des E-Bikes. Wer ein E-Bike für 4000 Euro über drei Monate abzahlen will, muss insgesamt 4425 Euro zahlen.

    Finanztip empfiehlt, vorher Geld anzusparen, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto, statt einen Ratenkredit aufzunehmen. Denn so müssen keine Zinsen gezahlt werden, stattdessen gibt es die Zinsen für das angesparte Geld.

    E-Bike-Kauf: Preise vergleichen

    Vor dem Kauf eines E-Bikes sollten unbedingt Modelle und Preise verglichen werden. Händler haben immer wieder Angebote. Wer Geld sparen will, kann zum Beispiel auch ein Vorjahresmodell wählen. Diese sind selten schlechter, aber oft günstiger als das aktuellste Modell.

    Dieser Beitrag erscheint in Kooperation mit finanztip.de. Der Geld-Ratgeber für Verbraucher ist Teil der Finanztip-Stiftung.