Anwohner und Feuerwehr kämpfen vergeblich um Leben eines jungen Mannes

Nach einem Unfall stirbt am Sonntag ein Mann in Hildburghausen. Ein Ersthelfer schildert, wie er versucht hat, den 20-Jährigen noch zu retten.

Am Sonntagnachmittag kam es in Hildburghausen zu einem tödlichen Verkehrsunfall.

Am Sonntagnachmittag kam es in Hildburghausen zu einem tödlichen Verkehrsunfall.

Foto: News5 / Ittig / News5

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Am Sonntagnachmittag gibt es in Hildburghausen plötzlich einen lauten Knall. Robert Rückner und seine Freundin, die in der Nähe des Ortseingangs und der B89 wohnen, schrecken in ihrer Wohnung auf: „Wir haben gedacht, es ist irgendwo etwas explodiert“. Ein Blick aus dem Dachfenster zeigt - alles ist ruhig. Deswegen sucht er mit seinen Augen Straße die Straße ab und entdeckt ein Fahrzeugwrack im Vorgarten der Nachbarn.

Sofort eilen seine Freundin, die Krankenschwester ist, und er hinunter, um zu helfen. Robert kümmert sich um den stockenden Verkehr und seine Freundin mit zwei anderen um den eingeklemmten Fahrer. Als leichter Rauch aus dem Fahrzeugwrack aufsteigt, bekämpfen die Ersthelfer den entstehenden Brand mit Feuerlöschern.

Nach kurzer Zeit ist die Feuerwehr, die Polizei und der Rettungsdienst vor Ort und lösen die geschockten Anwohner ab. „Mir ist jetzt ein bisschen wackelig würde ich jetzt sagen“, erklärt Rückner.

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Mit schwerem technischen Gerät befreit die Feuerwehr den lebensgefährlich verletzten Fahrer. Es muss schnell und nicht schonend gehen, denn das Leben des jungen Mannes steht auf der Kippe. Eine ganze Stunde lang kämpfen die Retter um das Leben des 20-Jährigen, bis sie sich eingestehen müssen, dass sie den Kampf verloren haben. Der junge Mann stirbt noch an der Unfallstelle.

In der Zwischenzeit wird deutlich, was augenscheinlich geschehen ist. Der junge Mann überholt mit seinem Opel am Ortseingang zwei Wagen, gerät ins Schleudern, durchbricht einen schmiedeeisernen Gartenzaun, walzt diesen auf rund 40 Metern nieder, und durchbricht einen Busch, bevor das Wrack auf dem Dach liegen bleibt.

„Mit Sicherheit war die Geschwindigkeit relativ hoch“, berichtet Marcel Koch von der Feuerwehr Hildburghausen. Was genau wie geschehen ist, das muss jetzt die Polizei und der bestellte Gutachter herausfinden.

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