Datenschutz-Tipps für Instagram, Snapchat, WhatsApp und Co.

Jan-Henrik Wiebe
| Lesedauer: 3 Minuten
Ein Selfie am Strand: Schnell sind Fotos heute ins Netz hochgeladen, wo man die kaum noch löschen kann. Foto: Jason Reed

Ein Selfie am Strand: Schnell sind Fotos heute ins Netz hochgeladen, wo man die kaum noch löschen kann. Foto: Jason Reed

Foto: zgt

Weimar  Viele Programme auf dem Smartphone sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt – aber nur wenige sind sicher. Wir geben Tipps für den Datenschutz bei beliebten Apps.

Hier ein Selfie über Snapchat verschicken, dort eine kurze Nachricht auf Twitter veröffentlichen. Viele Apps, also Programme auf mobilen Endprodukten, sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Allerdings bergen sie zahlreiche Risiken.

WhatsApp ist ein sogenannter Messengerdienst. Man kann Videos und Bilder verschicken, Gruppen bilden und mit mehreren Personen gleichzeitig innerhalb einer Gruppe Inhalte austauschen. Mehr als 31 Millionen Menschen in Deutschland nutzen den Dienst. Es ist daher – abgesehen von Kosten für das mobile Internet – kostenlos, Nachrichten mittels WhatsApp zu verschicken. In der Vergangenheit wurde WhatsApp aber immer wieder aufgrund gravierender Sicherheitsmängel kritisiert. Ein großer Kritikpunkt ist die Verschlüsselung. In Zukunft soll aber WhatsApp eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekommen.

Die App steht vor allem aufgrund der Weitergabe von Namen und Telefonnummern in der öffentlichen Kritik. Das heißt in regelmäßigen Abständen wird das Adressbuch des Nutzers unverschlüsselt an den amerikanischen Server weitergeleitet. Einerseits könnten so die Daten auf dem Weg problemlos von potenziellen Angreifern abgegriffen werden. Anderseits geht es eben nicht nur um die Daten (Name, Telefonnummer, Standort), sondern auch um die gespeicherten Kontakte, selbst wenn die nicht einmal WhatsApp haben.

In den letzten Jahren ist die App Snapchat immer beliebter geworden und hat mehr und mehr Nutzer gewonnen. Aber was kann die App überhaupt? Das Geschäftsmodell von Snapchat ist es, Fotos und Videos zu verschicken, die sich nach wenigen Sekunden automatisch löschen, quasi einen eingebauten Selbstzerstörungsmodus bekommen. Was zunächst sinnvoll klingt, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Denn auch wenn die Snapchat-App gesendete Bilder nach maximal 10 Sekunden nicht mehr anzeigt, weißt du nicht, was in der Zeit davor mit dem Foto geschehen ist. Es ist sehr einfach, einen Screenshot des Handydisplays zu machen, genau in dem kurzen Augenblick, in dem das Snapchat-Bild angezeigt wird, und diesen dann als ganz normale Datei zu archivieren oder weiterzusenden. Auch Zusatzprogramme, welche eine langfristige Speicherung dieser Bilder ermöglichen, übertragen diese teilweise auf ihre eigenen Server, welche gehackt werden können. Seit Edward Snowden wissen wir, dass der US-Geheimdienst alles mitliest. Möchtest du wirklich für den NSA-Mitarbeiter nackt zu sehen sein?

Instagram ist eine Anwendung, mit der Nutzer Bild- und Videonachrichten erstellen und über das Netzwerk verbreiten können. Die kostenfreie Software beinhaltet verschiedene Bildbearbeitungsfilter, um etwa Fotos und Videos zu verfremden. Bilder, die der Nutzer auf Instagram öffentlich einsehbar eingestellt hat, lassen sich nur schwer aus dem Internet entfernen. Mit der Anmeldung wird Instagram die Erlaubnis erteilt, öffentlichen Bilder und Profilinformationen weitergeben zu können.

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, über den Nutzer Kurznachrichten von maximal 140 Zeichen austauschen können. Standardmäßig sind die Profile auf Twitter sowie die Tweets öffentlich. Der Dienst speichert und verarbeitet eine Menge Daten, zum Beispiel IP-Adresse, Browser, Betriebssystem, zuvor aufgerufene Webseiten, Geräte-ID und Standort.

www.youngdata.de