Jakobskirche: Kruzifix und Altarleuchter werden restauriert

Das Kruzifix und die beiden Altarleuchter der Jakobskirche können jetzt in die Kur genommen werden. Innenminister Jörg Geibert überreichte am Dienstag, 6. August, den entscheidenden Zuwendungsbescheid in Höhe von 2700 Euro. Das Geld stammt aus Lottomitteln.

Hoch willkommene Finanzspritze: Innenminister Jörg Geibert (r.) überreichte Pfarrer Hardy Rylke einen Zuwendungsbescheid über 2700 Euro für die Sanierung des Kruzifixes und der Altarleuchter. Foto: Christiane Weber

Hoch willkommene Finanzspritze: Innenminister Jörg Geibert (r.) überreichte Pfarrer Hardy Rylke einen Zuwendungsbescheid über 2700 Euro für die Sanierung des Kruzifixes und der Altarleuchter. Foto: Christiane Weber

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Weimar. Etwa 800 Euro steuert die Kirchgemeinde aus Eigenmitteln hinzu, weitere 1500 Euro kommen aus Spenden. Die Restaurierung ist nach Angaben von Pfarrer Hardy Rylke mit insgesamt rund 5000 Euro veranschlagt.

Zwar "haben wir bis jetzt damit gelebt, doch nun ist die Kirche nach der Sanierung so schön", begründete Pfarrer Rylke, warum nun auch die aus dem Jahr 1817 stammenden geschnitzten Altargeräte restauriert werden sollen. Vor allem die Farbfassung bedarf einer Instandsetzung. In enger Absprache mit der Denkmalpflege werde dabei die jetzige Farbfassung daraufhin überprüft, ob sich möglicherweise eine ältere, originale darunter findet. Welcher Künstler das Kruzifix und die Leuchter, alle drei Teile sind aus Holz, schuf, ist nicht bekannt.

Wie Hardy Rylke weiter informierte, gehen die Altargeräte voraussichtlich im September in die Restaurierungswerkstatt des Altenburger Restaurators Johannes Schaefer, um pünktlich zum 3. November zurück zu sein, wenn mit einem Festgottesdienst das 300-jährige Bestehen der Jakobskirche gewürdigt wird. Mit einem Festkonzert wird dann am Mittwoch, 6. November, des eigentlichen Weihetages der Jakobskirche gedacht. Unter dem Titel "Glaubensräume" werden drei Kompositionen uraufgeführt und damit daran erinnert, dass auch Johann Sebastian Bach bei der Weihe der Kirche am 6. November 1713 neue Kompositionen aus seiner Feder aufführte.

Mozarts "Requiem" im November

Ein zweites Festkonzert folgt am 23. November, dann erklingen Mozarts "Requiem" und "Miserere" von Ernst Theodor Hoffmann. Auch hier gibt es wieder einen historischen Bezug: Als 1805 Schiller zu Grabe getragen wurde, erklang in der Jakobskirche Mozarts "Requiem". Mit dem Festgottesdienst und den beiden Konzerten erlebt das Jubiläumsjahr 300 Jahre Jakobskirche seinen Höhepunkt.

Mit der Zuwendung aus Lottomitteln würdigte der Minister eigenen Angaben zu Folge auch das hohe Engagement der Kirchgemeinde. Pfarrer Hardy Rylke berichtet von vielen Menschen, denen das Gotteshaus am Herzen liegt und die die Jakobskirche sehr großzügig unterstützen. Dabei handelt es sich nicht zwangsläufig um Gemeindemitglieder. So spendete allein ein inzwischen 85 Jahre alter Herr aus Iserlohn, der einst in der Jakobskirche getauft wurde rund ein Drittel des Eigenanteils, den die Kirche für die Sanierung aufbringen musste und schenkte ihr später noch einmal 25.000 Euro.

Wie Pfarrer Hardy Rylke weiter informierte, soll voraussichtlich Ende des Jahres auch der Taufstein instand gesetzt werden. Seit den 60er Jahren steht der klassizistische Taufstein in der Jakobskirche, eine Dauerleihgabe aus Stüntzhain bei Altenburg. Jetzt gehört der Taufstein dem Jakobsprengel: Für 3000 Euro konnte die Jakobskirche den Stüntzhainern den Taufstein abkaufen.

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