Kulinarischer Stadtbummel durch Erfurt: Feinkost-Café „deliCats“

Altstadt  Die heute 50-jährige Architektin erfüllte sich ihren Traum und eröffnete am 29. Oktober 2016 ein eigenes kleines Feinkostgeschäft nebst Imbiss. In der Regierungsstraße wurde sie nach langem Suchen fündig, nachdem dort ein Textilgeschäft schloss.

Uta Kotzbauer ist Käse-Fan und das sieht man ihrem Feinkostgeschäft auch an. Gemeinsam mit Markene Panten (rechts) lädt sie seit Oktober in ihr „deliCats“ in die Regierungsstraße ein. Foto: Hartmut Schwarz

Uta Kotzbauer ist Käse-Fan und das sieht man ihrem Feinkostgeschäft auch an. Gemeinsam mit Markene Panten (rechts) lädt sie seit Oktober in ihr „deliCats“ in die Regierungsstraße ein. Foto: Hartmut Schwarz

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Eine unbekannte Größe war Erfurt für Uta Kotzbauer nicht. Vor ihrer Rückkehr hatte sie die Stadt bereits sechs Jahre lang erlebt. Anders als heute allerdings. Viel habe sich verändert – zum Positiven, seit sie 1993 erste Eindrücke sammeln konnte. Die Architektin kam damals aus der Oberpfalz nach Erfurt, um sich um die Sanierung diverser unter Denkmalschutz stehender Gebäude zu kümmern. Das Gebäude, das heute die Tourist-Info beherbergt, und der Hof des Krönbacken sind nur zwei ihrer Spuren, die sie damals in Erfurt hinterlassen hat.

1998 wechselte sie zurück in die alten Bundesländer nach Hessen, 2002 zurück nach Bayern – zuletzt war das Flächenmanagement bei den Immobilien der Agentur für Arbeit ihr täglich Brot – bis ihr Lebenspartner für eine Wiederkehr nach Erfurt sorgte. Nach zwei weiteren Jahren im Liegenschaftsmanagement kam dann der große Wechsel in ein vollkommen neues Berufsfeld.

Bei ihren Reisen haben sie immer die kleinen Märkte fasziniert, auf denen mit wenig Aufwand eine bunte regionale Vielfalt präsentiert wurde. In Deutschland habe sie bisher nichts Vergleichbares gefunden. Beim Wechsel nach Erfurt wurde die Idee, sich mit einem solchen Konzept selbstständig zu machen, bereits schwanger getragen.

Die heute 50-jährige Architektin erfüllte sich ihren Traum und eröffnete am 29. Oktober 2016 ein eigenes kleines Feinkostgeschäft nebst Imbiss. In der Regierungsstraße wurde sie nach langem suchen fündig, nachdem dort ein Textilgeschäft schloss. Fünf Wochen wurde umgebaut, eine Küche eingebaut, der Laden mit einem ersten Sortiment gefüllt. Seitdem wird es Stück für Stück erweitert, während sich bereits erste Stammkundschaft eingestellt hat. Es gibt einen Imbiss mit einem täglich wechselnden warmen Gericht, eine mit Thüringer Produkten gefüllte Käsetheke und eine Vielzahl regionaler Erzeugnisse, die alle bei kleineren Herstellern geordert wurden. Etwa 80 Prozent der Produkte sind bio, garantiert die Betreiberin.

Geplant ist jetzt, mehrmals im Jahr im Geschäft auch kleinere Veranstaltungen zu organisieren, Verkostungen und Buchlesungen – und das Sortiment weiter mit interessanten Erzeugnissen zu ergänzen. Gespannt blickt sie jetzt ihrem ersten Sommer im neuen Geschäft entgegen – und auf den Hirschgarten vor der Haustür. Uta Kotzbauer verbindet damit die Hoffnung, dass ihr Laden zu einem beliebten Frühstückslokal wird. Denn ihr Imbissangebot gibt es auch „to go“.

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