Wartburgregion: Schlagerfans reisen zum Songcontest nach Tel Aviv

Wartburgkreis  Florian Meyer und Jens Rudloff berichten wieder für unsere Zeitung. Sie sind besonders gespannt auf den Auftritt von Madonna im Nahen Osten.

Florian Meyer (links) und Jens Rudloff  mit Michael Schulte (Mitte), der beim ESC im vergangenen Jahr in Lissabon Deutschland aus dem Punktedesaster holte und den vierte Platz belegte.

Florian Meyer (links) und Jens Rudloff  mit Michael Schulte (Mitte), der beim ESC im vergangenen Jahr in Lissabon Deutschland aus dem Punktedesaster holte und den vierte Platz belegte.

Foto: Jens Rudloff

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Israel ist diesmal das Ziel der beiden Schlagerfans Florian Meyer (47) und Jens Rudloff (57). Am Sonntag fliegen sie von Berlin-Schönefeld nach Tel Aviv, wo in diesem Jahr der 64. Eurovision Song Contest stattfindet. Im dortigen internationalen Kongresscenter „Expo“ wird am 18. Mai der Sieger des bekanntesten Schlagerwettbewerbs gekürt.

„Favoriten in diesem Jahr sind die Beiträge aus Russland, den Niederlanden, aus der Schweiz und Italien“, weiß Jens Rudloff. Und Deutschland? Das Frauenduo „S!sters“ tritt mit der Ballade „Sister“ an, in der es um mehr Miteinander unter Frauen und das Ende von Zickenkriegen geht. Zu den Titelanwärtern zählt der Beitrag nicht. Aber Jens Rudloff weiß, dass das noch gar nichts zu besagen hat. Michael Schulte, der beim ESC im letzten Jahr in Portugal immerhin Platz vier erreicht hat, hat auch erst nach der ersten Probe bei den Wettquoten zugelegt.

Nach Tel Aviv zu reisen, ist für die beiden Herleshäuser – zu ihrem alten Heimatort Lauchröden halten sie immer noch Kontakt unter anderem über den Karnevalsverein – schon eine besondere Sache. Allein die Sicherheitsüberprüfung vor dem Abflug wird drei Stunden dauern. Sie wollen sich Sehenswürdigkeiten in Jerusalem und Haifa ansehen. Natürlich werden sie bei den Proben, Pressekonferenzen, den beiden Halbfinalen und beim Finale dabei sein, um erneut von ihren Erlebnissen für unsere Zeitung zu berichten. Vielleicht bleibt auch Zeit für ein Bad im Mittelmeer, immerhin liegen die Temperaturen bei 30 Grad, und auch das Hotel der beiden in Tel Aviv befindet sich in Strandnähe. Am meisten freuen sich Jens Rudloff und Florian Meyer aber darauf, dass Pop-Ikone Madonna zwei Lieder beim Finale am 18. Mai vorstellen wird, einen bekannten Hit und ein Stück von ihrem neuen Album. „Wenn sie eine Pressekonferenz gibt, sind wir hautnah dabei, das ist doch klar“, ist Florian Meyer schon ganz aufgeregt. Ein israelisch-kanadischer Geschäftsmann hat Madonna zu dem Auftritt eingeladen und trägt auch die Kosten.

Jedes Gastgeberland ist bestrebt, den ESC zu einem spektakulären Ereignis werden zu lassen. Von der Größe her zählt das Kongresscenter in Tel Aviv aber eher zu den kleinen Locations. Die beiden Schlagerfans wissen, dass nur etwa 7500 Gäste reinpassen. Üblich sind Hallen von 15.000 bis 18.000 Besuchern. Entsprechend exklusiv und teuer ist es, eine Eintrittskarte für das Finale zu bekommen.

Jens Rudloff und Florian Meyer nehmen das 14. Mal in Folge an einem ESC teil. Sie freuen sich bereits, die Fangemeinde wiederzutreffen. Vor allem zu den Schweizern und Österreichern haben sie gute Kontakte. Israel ist das Gastgeberland, weil im Mai letzten Jahr Netta Barzilai den ESC in Portugal für Israel gewonnen hat.

Und schon jetzt sind die beiden Herleshäuser darauf gespannt, welches Land im nächsten Jahr ihr Reiseziel wird.

18. Mai, 20.15 bis 21 Uhr, ARD, „Countdown für Tel Aviv“ mit Barbara Schöneberger , ab 21 Uhr, Liveübertragung

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