Riedbrücke in Hörselgau soll 100 Jahre halten

Es gibt Provisorien, die halten oftmals länger als ursprünglich gedacht. Dazu zählt zum Beispiel die alte Riedbrücke über die Hörsel bei Hörselgau. Zu DDR-Zeiten, Mitte der 1970er Jahre, war sie als sogenannte "Dauerbehelfsbrücke" errichtet worden.

Über die Hörsel in Hörselgau führt die neue Riedbrücke. Am Freitag, 22. November, wurde sie offiziell freigegeben. Daniela Eberhardt und Eileen Moliterus können beruhigt ihre Kinderwagen darüber schieben. Sie trägt viel schwerere Lasten. Foto: Wieland Fischer

Über die Hörsel in Hörselgau führt die neue Riedbrücke. Am Freitag, 22. November, wurde sie offiziell freigegeben. Daniela Eberhardt und Eileen Moliterus können beruhigt ihre Kinderwagen darüber schieben. Sie trägt viel schwerere Lasten. Foto: Wieland Fischer

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Hörselgau. Sie hielt bis zur Gegenwart. Nun ist sie durch einen Neubau ersetzt.

Darüber können jetzt Traktoren bedenkenlos schwere Fuhren ziehen, sagt Bürgermeister Werner Oppermann am Freitag zur Freigabe. "Die neue Riedbrücke besitzt den Standard für Landes- und Bundesstraßen", beschreibt Projektant Thomas Probst das Stahlbetonwerk. 140 Kubikmeter Beton und 20 Tonnen Stahl wurden verbaut.

Die neue Brücke sei erforderlich, um sie ohne Beschränkung zu befahren, erklärt der Planer. Der Vorgängerbau war nur für Lasten bis zu zwölf Tonnen ausgelegt. Zu wenig, weiß Bürgermeister Oppermann. Denn die Straße zum Sportplatz ist als landwirtschaftlicher Weg ausgelegt. Dieser führt unter anderem zum Betriebsgelände der Agrargenossenschaft.

So rollen ständig schwere Fuhren hin und her. Die neue Brücke führt an der gleichen Stelle über die Hörsel, wo ursprünglich eine Brücke stand. Für den Behelfsbau war der Weg versetzt worden. Die Straße ist nun begradigt. Das schließt die Erneuerung des landwirtschaftlichen Weges auf etwa 400 Metern Länge ein.

Neubau kostete 423.000 Euro

Das wurde mit 132.919 Euro aus dem Förderprogramm Landwirtschaftlicher Wegebau bezuschusst, sagt Arnd Volkmer-Lewandowski vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gotha. Weitere 75.000 Euro sollen nächstes Jahr aus dem Fördertopf fließen. Als Ausgleichsmaßnahmen wurden für 22.000 Euro im Uferbereich Ersatzpflanzungen vollzogen.

Die erste Belastungsprobe bestand die Brücke während der Bauarbeiten, die im April dieses Jahres begannen. Beim Hochwasser Ende Mai wurde die Einschalung überflutet - und hielt. Das soll das Bauwerk wenigstens die nächsten 100 Jahre.

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