Thüringer Polizei testet Einsatz von Leuchtraketen

Erfurt/Saalburg  Im Notfall soll bei Dunkelheit ein großes Areal sekundenschnell ausgeleuchtet werden können. Ein erster Test der Leuchtraketen schlug jedoch fehl.

Symbolbild.

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Foto: Ralph Peters / Imago

Die Thüringer Polizei ist auf der Suche nach einem Einsatzmittel, das im Notfall in der Dunkelheit ein großes Areal innerhalb von Sekunden hell ausleuchtet. Deshalb wurde am 7. August und damit kurz vor Beginn des SonneMondSterne-Festivals in Saalburg auf einem an das Festivalgelände angrenzenden Feld eine Leuchtrakete getestet. Nach Auskunft von Konrad Lederbach von der Landespolizeiinspektion Saalfeld hatte sie sich jedoch als „ungeeignet für polizeiliche Zwecke“ erwiesen. Ihre Leuchtkraft sei zu gering gewesen. Vorab waren die Festivalbesucher auf Twitter über den anstehenden Test informiert worden – auch, um Irritationen vorzubeugen.

Es gebe immer wieder Orte „polizeilicher Sachverhalte“, die schlecht oder gar nicht beleuchtet sind, so Lederbach. Da es aber nur bei ausreichender Beleuchtung möglich sei, Ereignisorte schneller zu lokalisieren und gezielt Polizeikräfte dorthin zu führen, werde nach einer Möglichkeit gesucht, ein Areal blitzschnell und großflächig taghell auszuleuchten.

Handscheinwerfer, Flutlichtstrahler, Beleuchtungsballons

Geräte, wie sie die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk etwa für Rettungseinsätze vorhalten – zum Beispiel Handscheinwerfer, Flutlichtstrahler, Beleuchtungsballons und mobile LED-Beleuchtungssysteme – sind im Notfall nicht schnell genug verfügbar. Insbesondere dann nicht, wenn sich etwa in einer größeren Menschenansammlung die Lage zuspitzt und eine rasche Intervention durch die Polizei nötig ist.

Zum Modell der getesteten Rakete wollte die Polizei keine Angaben machen. Sie habe jetzt die Option, Leuchtmittel mit einer stärkeren Leuchtkraft zu testen, sagt Konrad Lederbach. Wann und bei welcher Gelegenheit weitere Tests durchgeführt werden, teilte die Landespolizeiinspektion indes nicht mit.

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