Erfurt. Bevor die Mitropa zu ihrem nicht immer guten Ruf kam, ließ es sich auf dem Hauptbahnhof bestens speisen.

Die Bahnhofsgaststätte ist seit 2002, seit 14 Jahren, Geschichte. Mit dem Abriss des Inselgebäudes verschwand auch die Mitropa-Wartehalle. Und damit ein Stück Erfurter Architektur-Geschichte, das viele gern erhalten wollten – aber auch ein Kapitel der DDR-Gastronomie auf das ebenso viele gern verzichteten. Für viele war der Aufenthalt darin zuletzt nur noch eine Notlösung, die Sanitäranlagen, deren Geruch dezent in den Raum wehte, wurden nur in Notfällen genutzt. Die Mitropa war bereits Jahre vor dem Abriss geschlossen worden. Die Räume dienten in den 1990er Jahren lediglich noch spontanen Kunst-Aktionen, und für Theatervorstellungen.