Bescherung für die Vierbeiner im Tierheim Gotha-Uelleben

Ein Auto nach dem anderen biegt auf den Parkplatz am Uelleber Tierheim ein. Aus dem Kofferraum kommen große Pappkartons zum Vorschein, befüllt mit Geschenken, die den Tieren zu Gute kommen. Der Anlass: Tierweihnacht in der "Arche Noah".

Decken, Spielzeuge, Körbchen. Nancy Schleicher (29) aus Ohrdruf und Till Georgi (30) aus Gotha bringen Geschenke für die herrenlosen Katzen und Hunde. Die "Arche Noah" ist eines von 21 Thüringer Tierheimen, die im Tierschutzbund organisiert sind. Foto: Patrick Krug

Decken, Spielzeuge, Körbchen. Nancy Schleicher (29) aus Ohrdruf und Till Georgi (30) aus Gotha bringen Geschenke für die herrenlosen Katzen und Hunde. Die "Arche Noah" ist eines von 21 Thüringer Tierheimen, die im Tierschutzbund organisiert sind. Foto: Patrick Krug

Foto: zgt

Gotha. Ob die Tiere wirklich wissen, dass bald Weihnachten ist? "Unwahrscheinlich", sagt Bärbel Bärwolf lachend. "Aber sie merken natürlich, dass etwas anders ist", fügt die Tierheimleiterin hinzu. Sie hat zur Tierweihnacht geladen, und zahlreiche Unterstützer des Heims sind dieser Einladung gefolgt. Der "Gabentisch" im Flur des Hauptgebäudes ist prall gefüllt: Katzen- und Hundefutterdosen stapeln sich; Leckerlis und Spielzeug liegen bereit; Decken, Körbchen und Kissen warten auf neue Benutzer. Alles Dinge, die Bärbel Bärwolf und ihr Team bestens gebrauchen können.

"Wir geben natürlich immer unser Bestes, damit es den Tieren gut geht", sagt die Tierheimleiterin. "Aber in der Vorweihnachtszeit haben Tierbesitzer eben auch den Gedanken, ihren Schützlingen mal eine besondere Freude zu machen - das soll auch den Katzen und Hunden, die keine Besitzer haben, so gehen", nennt sie einen Grund für die Tierweihnacht in der "Arche Noah" in Uelleben. Dank der Spenden sei das möglich, wenn auch nur in kleinen Maßstäben. Es gibt hier und da ein Leckerli, eine zusätzliche Streicheleinheit und ausgedehnte Spaziergänge, damit sich die Vierbeiner vorweihnachtlich wohl fühlen können.

Decken und Körbchen können auch gut gebraucht werden, besonders für die Hunde ohne Unterwolle. "Wir haben acht beheizte Räume, wo beispielsweise die Dalmatiner überwintern", gibt Bärbel Bärwolf zu verstehen. Diesen Vorteil habe nicht jedes Tierheim, weiß sie außerdem zu berichten. Doch trotz der beheizbaren Tierunterkünfte, es müssten mehr sein.

Etwa 30 Hunde leben derzeit auf der Uelleber "Arche Noah". "Relativ wenig", sagt Archen-Kapitänin Bärwolf. Außerdem etwa 80 Katzen. Auf 400 schätzt die Tierheimleiterin die Zahl der getätigten Kastrationen in diesem Jahr. "Zwei Tage wenden wir jede Woche dafür auf", berichtet sie.

Damit die Zahl der Tiere, die im Heim leben müssen, nach Weihnachten nicht schlagartig ansteigt, gibt es ab 16. Dezember einen Vermittlungsstopp, informiert Bärbel Bärwolf. "Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke", betont sie diesbezüglich. Gassi gehen sei aber weiterhin kein Problem. Auch nicht Heiligabend.

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