Hebsches Gedichte

D‘r nuwe Schulze hotte sine Scheppen zum Fastessen ingeladt. Jeder mutte fers Vergniegen en hebsches Gedichte mache. Kratschellieschens-Jesepp quelte sich dr‘heimen bim Viehfüttern un drussen hingerm Pfluge. Wo ha gung ...

D‘r nuwe Schulze hotte sine Scheppen zum Fastessen ingeladt. Jeder mutte fers Vergniegen en hebsches Gedichte mache. Kratschellieschens-Jesepp quelte sich dr‘heimen bim Viehfüttern un drussen hingerm Pfluge. Wo ha gung un stund, ha wor immer ganz dr‘quar. Ha welzerte sich im Bette rim un kregt dach nischtzusammen. Sine Frau kunnte besser gedichte un saete: „Du Dummens weißt an, was de saest: „Ich bin d‘r Scheppe Hildebrand un stelle mich met ‘em Knüppel an de Wand.“ Da woren se Auben machen. Wie ha abber d‘n Schwenker aonhotte un ins Schulzenhaus gung, do bebberte am‘s Harze. Jetzt kom ha draan. Ha reckte sich un stabbelte sich. S‘ sperrten alle Mul un Nasen uff, wie Jesepp loskrehlte: „Ich ben d‘r Scheppe Hildebrand un stäbble mich met ‘em Knüppel an de – an de Müren.“

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