Jenaer Holzmarkt mit 100 Kunsthandwerkern und Möbelbauern

Es ist immer wieder erstaunlich, was man aus Holz alles machen kann. Davon konnten sich die Besucher des 13. Jenaer Holzmarktes am Samstag überzeugen.

Ein Brillengestell, aufwendig gefertigt aus drei Holzsorten: Verarbeitet wurden Kirsch-, Birnen- und Nussbaumholz. Foto: Lioba Knipping

Foto: zgt

Jena. Von Schmuck, aus kleinsten polierten Holzplättchen gefertigt, über Füllfederhalter, Kochlöffel und Salatbesteck bis hin zu Spielzeug, Skulpturen für drinnen und draußen, Möbeln, Booten, Zäunen und Terrassenbelag wurde jede Menge zum Kauf angeboten.

Sogar aus Holz gefertigte Brillen galt es erstmals zu bestaunen. Der in Nausitz lebende Franzose Michael Lefebvre benötigt mehr als drei Tage, um eines der Brillengestelle herzustellen. Dazu verwendet er Kirsch- und Birnenholz ebenso wie Nussbaum und Robinie. Bis zu drei Sorten Holz verwendet er für eines der kunstvoll designten und kostbaren Modelle, Holz, das er selbst sammelt.

Aus ganz Thüringen, aus Sachsen und Sachsen-Anhalt waren mehr als 100 Aussteller gekommen, vom Kunsthandwerker bis hin zum Möbelbauer. Bereits zum 13. Mal und damit von Anfang an dabei war die Holzmanufaktur Hermann Stuckartz aus Bad Berka, die seit vielen Jahren geschäftliche Kontakte zu Jena pflegt und beispielsweise die Weihnachtsbäume für Markt und Holzmarkt liefert.

Erst kürzlich hatte sie Spielgeräte für den Außenbereich einer Jenaer Kindertagesstätte gebaut. Auf dem Holzmarkt vor dem Pressehaus zeigte Mitarbeiter Tom Freitag sein Können: Mit der Motorsäge verwandelte er einen Eichenstamm zu einem eigenwilligen, robusten Stuhl. "Dafür braucht man Kraft, Geschick und Fantasie", so Stuckartz. Zunächst benötige man eine Stunde, um zu wissen, was der Stamm hergebe. "Und dann darf man das Holz nicht vergewaltigen."

Zum ersten Mal beim Jenaer Holzmarkt dabei war auch die Holzlandmanufaktur aus Bibra (Saale-Holzland-Kreis). Der Familienbetrieb lieferte viele Jahre seine Betten an Möbelhäuser, bevor sich Vater Dieter Machts mit seinen drei Söhnen Ende 2012 selbstständig machte und die Machts GmbH & Co. KG gründete. Produziert werden in der Holzlandmanufaktur, die einen Ausstellungsraum direkt am Kreisel in Jena-Maua betreibt, "ausschließlich ökologische Betten aus Massivholz", wie Daniel Machts erklärt.

Auf den "nachwachsenden Rohstoff Holz als Baustoff" setzt auch die Firma "Saale-Holz" aus Schöps. Die beiden Inhaber Uwe Beck und André Dachroth hatten das Unternehmen 2006 zurückerworben und bauen es nun weiter aus.

Für die musikalische Umrahmung sorgten unter anderem die "Rodschen Möhrenschaber" in mittelalterlichen Kostümen und mit teils mittelalterlichen Instrumenten.

13. Jenaer Holzmarkt am 12. April mit über 100 Akteuren

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