Leser schockiert über Hundehaltung bei Schkölen

Schockiert war unser Leser Ernst Baum, als er bei einem Ausflug im Saale-Holzland-Kreis an einem "verwahrlosten Gelände" vorbeikam, "auf dem zahlreiche Hunde unter unwürdigen Bedingungen leben, an kurzen Ketten, ohne Futter, in viel zu engen Zwingern. Hundekinder liefen auf dem Geländer umher."

Jena. "Ein Pferd war ebenfalls zwischen Müll und Unrat zu entdecken." So beschreibt unser Leser das Gesehene in einem Dorf nahe Schkölen. Ein Anruf beim Veterinäramt des Saale-Holzland-Kreises gab schnell Aufschluss: "Das Gelände ist uns gut bekannt, es ist eine Schäferei", sagt Amtstierarzt Stefan Suhrke. Seit nunmehr 15 Jahren gebe es immer wieder Anzeigen und Beschwerden. Erst jüngst habe der Tierschutzverein Jena Anzeige wegen des Verdachts auf nicht artgerechte Tierhaltung erstattet. Da jedoch das Verfahren noch in der Schwebe ist, wollte sich Judith Kluger vom Jenaer Tierschutzverein vorerst nicht weiter zum Thema äußern. "Ich drücke mich mal vorsichtig aus", sagt Suhrke. "Für den ordnungsliebenden Menschen ist der Anblick auf dem Gelände tatsächlich etwas befremdlich."

So viel sagt das Judith Kluger doch: Diese Aussage des Amtstierarztes sei stark untertrieben. Doch der Amtstierarzt weiß um die Zustände und kontrolliert bei einer Anzeige auch die Tierhaltung: "Es ist zwar eine Schäferei, aber auf dem Gelände gibt es kaum Schafe, da sie meist auf Weiden sind. Natürlich hat so ein Schäfer auch Hunde. In diesem Fall gibt es auch Pferde, die schon mal allein unterwegs sind. Das ist nicht ungefährlich, da sich in der Nähe ja eine größere Straße befindet. Auch die Ziegen verselbstständigen sich hin und wieder und fressen die frische Ansaat der Agrargenossenschaft." Doch bei all diesen Ärgernissen und Beanstandungen würden die Tiere dort nicht gequält und müssten auch nicht hungern oder dursten. Doch aufgrund der erneuten Anzeige, werde Suhrke der Schäferei heute einen Kontrollbesuch abstatten. "Das ist selbstverständlich, wenn eine Anzeige vorliegt, dann gehen wir dem natürlich auch nach."

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