Neuer Chef des Thüringer Feuerwehrverbandes kommt aus Weimar

Erfurt/Weimar.  Staffelstabübergabe nach 20 Jahren: Lars Oschmann trat als Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes nicht wieder an. Sein Nachfolger bringt viel Erfahrung mit.

Kein Staffelstab sondern eine Unterschriftenmappe: Lars Oschmann (r.) übergibt das Zepter offiziell an seinen Nachfolger Karsten Utterodt, der zum neuen Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes gewählt wurde. Oschmann überreichte seinem Nachfolger die Unterschriftenmappe, die er bereits von seinem Vorgänger „geerbt“ hatte.

Kein Staffelstab sondern eine Unterschriftenmappe: Lars Oschmann (r.) übergibt das Zepter offiziell an seinen Nachfolger Karsten Utterodt, der zum neuen Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes gewählt wurde. Oschmann überreichte seinem Nachfolger die Unterschriftenmappe, die er bereits von seinem Vorgänger „geerbt“ hatte.

Foto: Foto: Fabian Klaus

Karsten Utterodt macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Er formuliert deutlich in Richtung Politik, was die Erwartung der Feuerwehren für die Zukunft in Thüringen sind.

„Wir verbinden konkrete Erwartungen an Land und Kommunen“, sagte er beispielsweise zum Plan, das Ehrenamt als Staatsziel in die Thüringer Landesverfassung zu schreiben. Utterodt nannte insbesondere die Anpassung von Fördersätzen als Notwendigkeit. „Viele Kommunen können die Pflichtaufgabe im Brandschutz und der allgemeine Hilfe kaum noch stemmen“, sagt der 55-Jährige.

Ein Kandidat für die Verbandsspitze

38 Jahre Erfahrung in der Feuerwehr bringt Utterodt mit für sein neues Amt. Am Samstagnachmittag ist er von den 126 Delegierten der 92. Verbandsversammlung des Thüringer Feuerwehrverbandes zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Er war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Lars Oschmann, der die Geschicke des Verbandes zwei Jahrzehnte gelenkt und in Thüringen eine Ära im Feuerwehrwesen maßgeblich mitgeprägt hat. Querelen am Ende des vergangenen Jahres spielten beim Verbandstag dann auch kaum eine Rolle – er stand im Zeichen der Würdigung der Verdienste und des Neuanfangs.

Höchste Ehrung für Oschmann

Lars Oschmann wurde mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die der Deutsche Feuerwehrverband zu vergeben hat. Herrmann Schreck, Vizepräsident des Verbandes und aktuell ständiger Vertreter des Präsidenten, zeichnete ihn mit der „Goldenen Ehrennadel“ des Verbandes aus. Die Auszeichnung kann nicht beantragt werden, sondern wird auf Vorschlag des Präsidenten verliehen. Der Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes kam überdies darin überein, Oschmann zum Ehrenpräsidenten des Thüringer Feuerwehrverbandes zu ernennen. Die Urkunde überreichte Utterodt seinem Nachfolger selbst.

Breite Zustimmung für Vorstandsmitglieder

110 Delegierte (bei 122 abgegebenen Stimmen) votierten für den Weimarer als neuen Verbandschef. Utterodt zeigte sich mit dem Votum zufrieden. Auch seine beiden Stellvertreter erhielten gute Ergebnisse. Maik Klug (Kreisfeuerwehrverband Greiz) wurde mit 101 von 123 abgegebenen Stimmen zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Helmut Möller (Kreisfeuerwehrverband Eichsfeld) erhielt sogar 117 von 123 abgegebenen Stimmen und ist fortan 2. Vize des Landesfeuerwehrverbandes. Beide Feuerwehrmänner rücken neu in den Landesvorstand auf. Tobias Bauer (Erfurt) und Steffen Höntsch (Gera) kandidierten nicht erneut für die Stellvertreterposten.

Genauso neu im Vorstand ist Fabian Peikow (Kreisfeuerwehrverband Weimarer Land), der zum Pressesprecher gewählt wurde und diesen Posten vom neuen Vorsitzenden übernimmt. Utterodt hatte ihn über viele Jahre bekleidet.

Dahinter bleibt es konstant: Michael Schwabe (Beisitzer Facharbeit) und Ramon Hoffmann (Beisitzer Verbandsarbeit) wurden vom Delegiertentag in ihren Ämtern bestätigt. Jörg Deubert gehört dem Vorstand als Landesjugendfeuerwehrwart ebenfalls weiter an.

Hohe Feuerwehrauszeichnung für scheidenden Thüringer Verbandschef