Unkraut jäten für die Wissenschaft

Jena  Eine Studentische Hilfskraft verlangt von Universität Jena mehr Geld – und unterliegt vor Gericht.

18/04/2016,

18/04/2016,

Foto: Peter Michaelis

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Im Streit zwischen der Universität Jena und der links-anarchistischen Freien Arbeiter-Union (FAU) um das Beschäftigungsverhältnis von jungen Menschen an der Hochschule hat die FAU eine Niederlage erlitten.

Das Arbeitsgericht Gera hat nach einer Verhandlung in dieser Woche entschieden, dass auch Unkraut jäten eine wissenschaftliche Tätigkeit sein kann – und derjenige, der dieser Tätigkeit nachgeht, deshalb als studentische Hilfskraft an einer Universität beschäftigt werden kann.

Hintergrund für das Verfahren war eine von der FAU unterstützte Klage eines jungen Mannes gegen die Universität Jena. Die Gewerkschaft wollte dabei erreichen, dass er, der im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes an der Hochschule Unkraut ausgegraben hatte, so behandelt werden muss, wie das Stammpersonal der Universität. Das Stammpersonal wird besser bezahlt und ist sozial besser abgesichert als studentische Hilfskräfte. Das Verfahren hat grundsätzliche Bedeutung für Tausende junge Menschen in Deutschland, die als wissenschaftliche Hilfskräfte an deutschen Universitäten arbeiten.

Ein Dämpfer für die Revolution

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