Leitartikel: Wenn wir reisen dürfen

Gerlinde Sommer zum Urlaub in heimischen Gefilden.

 Gerlinde Sommer

Gerlinde Sommer

Foto: Andreas Wetzel

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Gesund bleiben oder schnell wieder gesund werden: Das ist aktuell das Wichtigste. Und dann? In diesen Tagen träumen wir womöglich weniger von der Weltreise, sondern vom Kurzurlaub. Es wäre schön, einfach mal für ein paar Tage wegfahren zu können. An die See? Geht nicht. Oder in die Berge? Geht auch nicht. Irgendwohin? Nein. Nirgends kann derzeit der Gast willkommen geheißen werden. Nur der Dienstreisende findet noch ein Unterkommen, wenn er Glück hat.

In der aktuellen Lage haben unsere Urlaubswünsche keine Priorität. Und die jetzige Lage wird wohl manches verändern. Es sind ja – zu einer Zeit, als schon klar war, dass die Schulen geschlossen würden – noch manche Menschen schnell auf Reisen gegangen. Vielleicht wird ein Teil künftig weniger sorglos sein. Vorsichtig ist gefragt.

Hier setzt der Tourismus in der Heimat an. Den Trend gibt es schon länger. Regionen, die wir aus unserer Kindheit kennen, werben damit, dass wir zurückkehren sollen. Diese Chance nutzt Thüringen. Das galt schon seit Jahren. Aber jetzt ist das Thema noch vielversprechender als zuvor. Allerdings bleibt offen, ab wann wir überhaupt wieder verreisen dürfen. Und es ist nicht gesichert, welche Gastgeber die Zwischenzeit überstehen können. Es wäre unrealistisch, damit zu rechnen, dass gerade alle Gaststätten und Beherbergungsbetriebe generell aus dieser Krise eine Chance machen könnten. Die dünne Finanzdecke war schon vorher für viele ein Problem. Und der Fachkräftemangel wird sich auch nicht von selbst beheben.

Was können wir tun? Sobald sich ein Ende der Beschränkungen abzeichnet, sollten wir, wenn es das Budget erlaubt, buchen. Ein paar Tage im Grünen, eine kurze Städtereise, eine Radtour an einem Fluss entlang: All das wird uns gut tun. Bloß jetzt noch nicht. Und zu Ostern auch noch nicht!

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