4000 Thüringer demonstrierten in Erfurt gegen Rot-Rot-Grün

Mehr als 4000 Thüringer demonstrierten am Sonntag in Erfurt gegen Rot-Rot-Grün, darunter auch SPD-Mitglieder wie der ehemalige Gothaer Oberbürgermeister Volker Doenitz.

Tausende kamen so wie 1989 auf den Domplatz um friedlich zu demonstrieren. Mit bekannten Rufen "Wir sind das Volk" und "Stasi raus" waren die Anhänger der rot-rot-grün Gegner klar in der Mehrzahl. Foto: Holger John

Tausende kamen so wie 1989 auf den Domplatz um friedlich zu demonstrieren. Mit bekannten Rufen "Wir sind das Volk" und "Stasi raus" waren die Anhänger der rot-rot-grün Gegner klar in der Mehrzahl. Foto: Holger John

Foto: zgt

Erfurt. Er hatte ein Schild dabei, auf dem groß "Schande" stand. Er denkt daran, die SPD zu verlassen, wenn Rot-Rot-Grün kommt.

Zu der Aktion auf dem Domplatz hatte der Vize-Landesvorsitzende der Thüringer CDU-Mittelstandsvereinigung, Clarsen Ratz, aufgerufen. Die Teilnehmer sollten friedlich mit der Kerze in der Hand gegen Rot-Rot-Grün protestieren. CDU-Generalsekretär Mario Voigt würdigte im Gespräch mit unserer Zeitung die Initiative von Ratz. Es sei sehr beeindruckend auf dem Domplatz gewesen - "einerseits die Stille und der Kerzenschein, andererseits die Rufe: 'Wir sind das Volk' zu hören."

Demonstranten waren aus dem gesamten Freistaat gekommen, um dagegen zu protestieren, dass - wie es hieß - die SED-Nachfolgepartei mit Hilfe von SPD und Grünen in die Thüringen die Macht ergreife. Dafür sei man vor 25 Jahren nicht auf die Straße gegangen, waren sich die Demonstranten einig - und brachte dies zum Teil lautstark zum Ausdruck.

Teilnehmer, die auch vor 25 Jahren protestiert hatten, sprachen davon, dass der Wille des Volkes nicht übergangen werden dürfe. Die für den gleichen Zeitraum angekündigte Demo zur Akzeptanz der Wahlentscheidung, ging schnell unter in der Mehrheit gegen Rot-Rot-Grün. Versuche der NPD, die Veranstaltung zu infiltrieren, wurde von der Polizei beendet.

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