Asylbewerber in Breitenworbis direkt neben Landwirtschaft

VG-Chef Dirk Böning hält nichts von einer Debatte, die sich beim Thema Asylbewerberheim Breitenworbis, nur um "gut oder schlecht" dreht. "Es gibt Vorteile, aber auch Nachteile", sagt er.

Breitenworbis. Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfeld-Wipperaue, die ihren Sitz in Breitenworbis hat, kann beispielsweise der Distanz des Heimes zum Ort Breitenworbis positive Aspekte abgewinnen, kritisiert aber gleichzeitig, dass das Objekt direkt neben einem landwirtschaftlichen Betrieb liegt. Im vergangenen Jahr war die Debatte um das Asylbewerberheim erneut hochgekocht, weil beklagt worden war, dass die Entfernung zu Breitenworbis die Asylbewerber von den Eichsfeldern isolieren würde.

Böning sieht das jedoch anders. "Ich glaube, dass die Verbindung beispielsweise von Kindern aus dem Asylbewerberheim und den Eichsfelder Kindern gut funktioniert", schätzt er ein. In der Schule gebe es ein gutes Miteinander. Dass das Heim ein paar hundert Meter von der Ortslage entfernt liege, sei nicht negativ zu bewerten. "So geht man Nachbarschaftsstreitigkeiten aus dem Weg. Die gibt es auch im Eichsfeld", sagt Böning mit Blick auf die Schiedsstelle in seiner VG, die meist mit solchen Fällen betraut ist.

Kritisch steht der Chef der VG der Tatsache gegenüber, dass das Asylbewerberheim neben einem landwirtschaftlichen Betrieb liegt, von dem im Sommer bei ungünstig wehendem Wind starke Geruchsbelästigungen ausgehen sollen. "Der Standort ist sicher kritisch zu sehen", sagt Böning, der es als berechtigt ansieht, dass das angemahnt wird. Bei einer Demonstration war darauf aufmerksam gemacht worden.

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