Bisher keine Terror-Gefahr in Thüringen: Pegida-Ableger Sügida findet statt

Nach Angaben der Landespolizei­direktion in Erfurt gibt es derzeit keine Terrordrohung oder Gefährdung in Thüringen. Damit gebe es bisher auch keinen Grund für eine ähnliche Reaktion der Sicherheitsbehörden wie in Dresden. Die Lage würde jedoch fortlaufend neu bewertet, sagte ein Polizeisprecher.

Teilnehmer der Kundgebung gegen die Demo des islamkritischen Pegida-Ablegers Sügida am 12.1. 2015.  Trotz der abgesagten Demonstration in Dresden wird an der heutigen Demo in Suhl festgehalten. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Teilnehmer der Kundgebung gegen die Demo des islamkritischen Pegida-Ablegers Sügida am 12.1. 2015. Trotz der abgesagten Demonstration in Dresden wird an der heutigen Demo in Suhl festgehalten. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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Dresden/Erfurt/Suhl. In Dresden waren für Montag alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel wegen Terrorgefahr verboten worden - damit auch die für den Abend geplante Kundgebung der islamfeindlichen Pegida-Bewegung.

Der Pegida-Ableger Sügida will trotz der abgesagten Demonstration in Sachsen an seiner heutigen Aktion in Suhl festhalten. "Auch wenn der Terror in Dresden offensichtlich gesiegt hat, werden wir nicht aufgeben", hieß es auf der Facebook-Seite der Veranstalter. Wie anderswo auch riefen die Sügida-Initiatoren alle Anhänger auf, nach der Absage in Dresden für Aktionen in anderen Städten zu werben.

Zur ersten Südigda-Demonstration vor einer Woche waren rund 600 Islamgegner gekommen. Etwa 750 Menschen hatten sich an einer Gegendemo beteiligt. Nach Angaben von Abgeordneten und politischen Organisationen sollen hinter Sügida auch Mitglieder aus der rechten Szene stehen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es in Dresden eine Morddrohung gegen Pediga-Organisator Lutz Bachmann. Die Gefahr sei nicht mehr nur abstrakt, sondern konkret, teilte Polizeipräsident Dieter Kroll mit.

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