Franziska Baum soll auf Platz zwei der FDP-Landesliste

Erfurt/Weimar  Bis kurz vor der Wahl haben die etwa 150 Delegierten beim Parteitag am Wochenende in Weimar die Möglichkeit, weitere Listenkandidaten vorzuschlagen.

Franziska Baum (FDP), Landesvorsitzende Thüringer Wirtschaftsjunioren, kandidiert für Platz 2 der FDP-Landesliste zur Landtagswahl 2019

Franziska Baum (FDP), Landesvorsitzende Thüringer Wirtschaftsjunioren, kandidiert für Platz 2 der FDP-Landesliste zur Landtagswahl 2019

Foto: Ralph Pache

Die Thüringer FDP will mit einem Team aus politischen Profis und Quereinsteigern 2019 den Sprung zurück in den Landtag schaffen. Neben dem Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Thomas Kemmerich (53), der beim Parteitag am Wochenende in Weimar für den ersten Platz der Landesliste kandidiert, steht an Position zwei auf Vorschlag des Landesvorstands eine junge Frau, die viele nicht auf der Rechnung gehabt haben dürften: Franziska Baum.

Die 36-jährige Erfurterin hat in Berlin Informations- und Kommunikationsmanagement studiert, eine Zeit lang in London gelebt und ist erst seit 2017 Mitglied der Liberalen. Die Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren leitet im Hauptberuf das Mentoren-Projekt des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum (Thex). Baum will sich nach eigenen Angaben unter anderem für Generationengerechtigkeit einsetzen. Um den dritten Listenplatz bewirbt sich die geschäftsführende Gesellschafterin des Jenaer Unternehmens Vacom, Ute Bergner (61).

Auf den weiteren Rängen folgen Landesvorstandsmitglied Robert-Martin Montag (38), der mit Ute Bergner weder verwandte noch verschwägerte Landesvize und einstige Landtagsabgeordnete Dirk Bergner (53), der Arnstädter Martin Mölders (59), der Landeschef der Nachwuchsorganisation Julis, Philip Riegel (25), sowie die Vorstandsmitglieder Sandra Scherf-Michel (42) aus dem Kreisverband Saale-Orla, Ronald Krügel (34) aus dem Eichsfeld und Jan Siegemund (25) aus Erfurt.

Es kann jedoch zu Kampfkandidaturen kommen. Bis kurz vor der Wahl haben die etwa 150 Delegierten am Samstag die Möglichkeit, weitere Listenkandidaten vorzuschlagen. Am Sonntag soll zudem der Landesvorstand neu gewählt werden. Für die Landtagswahl im Herbst nächsten Jahres peilt Kemmerich für seine Partei ein Ziel von acht Prozent an. „Ich denke, das ist erreichbar“, sagt er dieser Zeitung.