Jenas OB: „Deutschland muss Zurückhaltung gegenüber Israel aufgeben“

Jena  Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) hat die Außenpolitik der USA und Deutschlands für die Flüchtlingskrise mitverantwortlich gemacht – und einen Kurswechsel angemahnt.

Albrecht Schröter (59, SPD) sieht die Flüchtlingwelle als Resulat der Außenpolitik von den USA und Deutschland. Foto: Tino Zippel

Albrecht Schröter (59, SPD) sieht die Flüchtlingwelle als Resulat der Außenpolitik von den USA und Deutschland. Foto: Tino Zippel

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Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) hat die Außenpolitik der USA und Deutschlands für die Flüchtlingskrise mitverantwortlich gemacht – und einen Kurswechsel angemahnt. „Die islamfeindliche US-Politik der vergangenen Jahrzehnte trägt ihre Früchte“, sagte Schröter in Jena mit Blick auf den Zustrom Hunderttausender Flüchtlinge allein nach Deutschland. Eine gravierende Änderung der Politik sei nötig, um die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten zu entschärfen.

Auch seinen Parteikollegen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht Schröter in der Pflicht. „Deutschland muss seine Rolle im Nahost-Konflikt ändern“, betonte der Sozialdemokrat. „Es muss aus seiner vornehmen Zurückhaltung gegenüber Israel als Besatzerstaat heraustreten.“

Die Menschen seien auf der Flucht vor Krieg, Hungersnot und wirtschaftlichen Elendssituationen, sagte Schröter. Deswegen müsse dringend geholfen werden, die Situation in den Herkunftsländern zu verbessern. „Wir müssen helfen, dass die Menschen wieder Anreize haben, in ihren Ländern zu bleiben. Sonst werden wir dem Flüchtlingsstrom nicht Herr.“

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