Knapp 40.000 Schüler können Schulcloud nutzen

Erfurt.  Bildungsminister weist Kritik zurück und sieht Thüringen bei der digitalen Lernplattform auf einem guten Weg.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sieht Thüringen bei der Schulcloud auf einem guten Weg. Annähernd 40.000 Schüler nähmen bereits daran teil.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sieht Thüringen bei der Schulcloud auf einem guten Weg. Annähernd 40.000 Schüler nähmen bereits daran teil.

Foto: Martin Schutt / dpa

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) sieht Thüringen bei der Nutzung der Schulcloud auf einem guten Weg. Damit widerspricht er ausdrücklich dem Vorsitzenden des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch. Aktuelles zur Corona-Krise lesen Sie auch in unserem Liveblog

„Es gibt nach meiner Kenntnis nur aus unserem Thüringer Lehrerverband die Meinung von Herrn Busch, dass es kompliziert sei“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Im zuständigen Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) werde Buschs Auffassung ebenfalls nicht geteilt.

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Vor dem Ausbruch der Pandemie arbeiteten im Freistaat lediglich 25 Pilotschulen mit der Cloud. Weil im Zuge der Corona-Krise Hunderte weitere Schulen an die digitale Lernplattform angeschlossen werden, kommt es zu Verzögerungen, auch durch datenschutzrechtliche Vorgaben.

Schulen nutzen die Cloud

„Datenschutz muss natürlich sein“, sagt Holter. Sein Haus sei dazu auch im Gespräch mit dem Landesdatenschutzbeauftragten.

Nach Ministeriumsangaben sind derzeit 394 Schulen im Antragsverfahren zur Schulcloud. 87 Schulen seien bereits dafür freigegeben. 39.400 Schülerinnen und Schüler nähmen daran teil.

Damit sei rund die Hälfte aller Thüringer Schulen innerhalb weniger Wochen seit Schließung der Schulen in oder kurz vor der Aufnahme in die Schulcloud. Das sei „durchaus beachtlich“, meint Holters Sprecher. Die Bemühungen und Fortschritte des Thillm seien hier nicht groß genug hervorzuheben.

Die Schulcloud steht grundsätzlich allen Klassenstufen und allen Schularten offen. Das Angebot werde an allen Schularten mit jeweils unterschiedlichem Grad angenommen, heißt es.

Die Anmeldung zur Schulcloud läuft dem Bildungsministerium zufolge über Server des Thillm, die zum Teil an der Technischen Universität Ilmenau betrieben werden. Von dort erfolgt eine Weiterleitung zur bundesweiten Cloud des Hasso-Plattner-Instituts selbst.

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