Maier will Risikoatlas für Rassismusanfälligkeit bei Polizei

Erfurt.  Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) forciert die Planungen für eine Studie, die zu Rassismus in der Polizei eine Aussage treffen soll.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) bespricht sich in zwei Wochen mit seinen Kollegen der SPD-geführten Länder zu einer Rassismusstudie.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) bespricht sich in zwei Wochen mit seinen Kollegen der SPD-geführten Länder zu einer Rassismusstudie.

Foto: Foto: Marco Schmidt

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) forciert die Planungen für eine Rassismusstudie innerhalb der Polizei. Am Ende einer solchen Studie solle ein Risikoatlas stehen, aus dem hervorgehe, wo Polizisten besonders gefährdet seien. Es müsse klar werden, welche Arbeitsbedingungen und Erfahrungshintergründe für Polizistinnen und Polizisten Gefahren mit sich brächten, Vorurteile zu entwickeln oder für rechtsextreme Ideologien empfänglich zu werden, sagte er dieser Zeitung.

Der Vorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten in Thüringen, Sebastian Fiedler, pflichtet dem Minister bei. Die Wissenschaft könne bei einer solchen Studie wichtige Erkenntnisse liefern, sagte er nach einem Treffen mit Maier. Zuvor hatte sich schon die Gewerkschaft der Polizei offen für eine solche Studie gezeigt.

Aus Sicht von Maier sei der Risikoatlas notwendig, weil es innerhalb der Polizei Aufgaben gebe, bei denen die Beamten besonders anfällig seien, rechtsextremem Gedankengut anzuhängen. Wer ständig mit solchen Themen zu tun habe, bei dem könne sich die Wahrnehmung irgendwann verschieben, so Maier. Beim Treffen der SPD-Innenminister soll über ein gemeinsames Vorgehen beraten werden.

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