Mohring attackiert die Linke: "Stalinisten, Gewalttäter, Stasi-Spitzel"

CDU-Fraktionschef Mike Mohring attackiert die Linke und schließt Wahlkampfhilfe für die Grünen aus. Im Interview mit unserer Zeitung wirft er dem linken Spitzenkandidaten und Fraktionschef Bodo Ramelow vor, sich aus wahltaktischen Gründen zu verstellen.

Der Vorsitzende der Thüringer CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, unterstellt dem Spitzenkandidaten der Linkspartei, Bodo Ramelow, sich aus wahltaktischen Gründen zu verstellen. Foto: dpa

Der Vorsitzende der Thüringer CDU-Landtagsfraktion, Mike Mohring, unterstellt dem Spitzenkandidaten der Linkspartei, Bodo Ramelow, sich aus wahltaktischen Gründen zu verstellen. Foto: dpa

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Weimar/Erfurt. In der Debatte um einen möglichen Regierungswechsel unter Führung eines linken Ministerpräsidenten nach der Landtagswahl am 14. September hat CDU-Fraktionschef Mike Mohring den Ton verschärft. Im Interview mit unserer Zeitung wirft er dem linken Spitzenkandidaten und Fraktionschef Bodo Ramelow vor, sich aus wahltaktischen Gründen zu verstellen. Hinter dessen vermeintlich bürgerlicher Fassade "verbirgt sich eine Gruppe aus Stalinisten, aus Extremisten, aus Leuten, die beim Schwarzen Block aktiv sind, aus linken Gewalttätern und ehemaligen Stasi-Spitzeln".

Parteien der "Schuldenmacherei"

Mohring relativiert auch Interviewäußerungen von CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die als Wahlkampfhilfe für die Grünen interpretiert wurden, damit in Thüringen doch noch eine schwarz-grüne Koalition möglich wird, die nach aktuellen Umfragen ausgeschlossen ist. Mohring: "Von uns gibt es keine Hilfe. Nicht die Grünen dürfen stark werden, die CDU muss es werden. Nur dann wird es Schwarz-Grün geben."

Mohring attestiert SPD und Linken, die Parteien der "Schuldenmacherei" zu sein. Es sei nicht glaubhaft, wenn diese Parteien den Bürger versprächen, sich auch nach einem Regierungswechsel an die Schuldenbremse zu halten und den Landeshaushalt zu sanieren. Angesichts bescheidener Umfragewerte der CDU von 33 bis 36 Prozent sieht Mohring noch "Luft nach oben".

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