Neue Forschung über „Racial Profiling“ in Thüringen nötig

Erfurt.  Gibt es Belege für „Racial Profiling“ bei der Thüringer Polizei? Das Datenmaterial ist überschaubar. Deshalb könnte es bald neue Untersuchungen geben.

Rassismus bei der Polizei steht erneut im Fokus, seit in Amerika ein Mann bei einer Polizeikontrolle ums Leben gekommen ist, bei dem ihm ein Beamter minutenlang das Knie ins Genick drückte.

Rassismus bei der Polizei steht erneut im Fokus, seit in Amerika ein Mann bei einer Polizeikontrolle ums Leben gekommen ist, bei dem ihm ein Beamter minutenlang das Knie ins Genick drückte.

Foto: Foto: arifoto UG / dpa-Zentralbild

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Ganze sechs Fälle von sogenanntem „Racial Profiling“ – also das Agieren gegen Personen aufgrund von äußeren Merkmalen – aus den Jahren 2018 und 2019 liegen der Polizeivertrauensstelle in Thüringen vor. In der Debatte um Rassismus in der Polizei, die seit dem Tod von George Floyd in den USA auch in Deutschland Fahrt aufgenommen hat, stellt sich Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) an die Seite der Beamten. „Wir haben kein strukturelles Problem, dass sich anhand von Zahlen der Polizeivertrauensstelle belegen lässt“, sagt er dieser Zeitung. Allerdings ist er auch davon überzeugt, dass man an anderen Stellen genauer hinschauen müsse. Denn zum Beispiel bei Opferberatung Ezra oder der mobilen Beratung Mobit werden ebenfalls Fälle erfasst, die dann möglicherweise nicht bei der Polizeivertrauensstelle auftauchen. Maier macht außerdem deutlich, dass es ihm um Transparenz bei der Thüringer Polizei geht.

Opferberatung: Zahlen der Polizei bilden nicht die Realität ab

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