Ramelow greift AfD-Landeschef scharf an: Höcke spricht Sprache der SA

Erfurt  Nach den starken Ergebnissen der AfD bei drei Landtagswahlen hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) den AfD-Landes- und Fraktionschef Björn Höcke scharf angegriffen. „Björn Höcke spricht die Originalsprache der SA der 1920er Jahre“, sagte Ramelow.

Bodo Ramelow nennt Björn Höcke (im Bild) nicht einen Nazi oder Faschisten, „ich nenne ihn einen Menschen, der gefährlich mit Sprache umgeht“. Foto: Peter Cott

Bodo Ramelow nennt Björn Höcke (im Bild) nicht einen Nazi oder Faschisten, „ich nenne ihn einen Menschen, der gefährlich mit Sprache umgeht“. Foto: Peter Cott

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„Er spricht die Originalsprache der SA der 1920er Jahre“, sagte Ramelow bei einem Treffen der Landesintegrationsminister in Erfurt. So habe der AfD-Politiker bei einer Demonstration vor der Staatskanzlei gestanden und gerufen, „wollt ihr den totalen? Dann macht er einen gedanklichen Punkt, die Menge johlt.“ Gehört hätten die Menschen aber etwas anderes. Er nenne Höcke nicht einen Nazi oder Faschisten, „ich nenne ihn einen Menschen, der gefährlich mit Sprache umgeht“, so Ramelow. Der AfD-Landeschef wisse offensichtlich genau, welche Emotionen er bediene.

Aufgabe der etablierten Parteien müsse es nun sein, den Menschen deutlich zu machen, dass es keinen Raum für Angst gebe. „Es gibt Raum für Sorgen und es gibt Raum für Probleme, und diese Probleme wollen wir gemeinsam lösen.“

Die AfD demonstrierte am Mittwochabend (16. März 2016) erneut in Erfurt.

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