Sozialdezernentin schenkt eigene Werke Eisenacher Bibliothek

Zur ersten Samstagsöffnungszeit im neuen Jahr der Stadtbibliothek Eisenach freute sich Mitarbeiterin Petra Werner über zwei neue Bücher. Eisenachs neue Sozial- und Kulturdezernentin Dorothea Hegele (SPD) spendierte der Buchausleihe zwei Sachbücher.

Eisenachs Sozial- und Kulturdezernentin Dorothea  Hegele (li.) übergab zwei selbst verfasste Bücher an die Bibliotheksmitarbeiterin Petra Werner.  Foto: Norman Meißner

Eisenachs Sozial- und Kulturdezernentin Dorothea Hegele (li.) übergab zwei selbst verfasste Bücher an die Bibliotheksmitarbeiterin Petra Werner. Foto: Norman Meißner

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eisenach. Hegele hat die beiden Werke nicht erworben, sie hat sie geschrieben. Sie hofft nun, dass das "Kommunalrecht im Freistaat Sachsen" und die "Denkschrift zum neuen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein" natürlich viele Leser in der Wartburgstadt findet.

Gerade mit ihrer Denkschrift hofft Hegele, helfen zu können, Menschen über 50 Jahre in einen regulären Job im ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu können. Für sie ist gerade eine sozialversicherungspflichtige Anstellung wichtig, damit der Arbeitnehmer von seiner Tätigkeit auskommend leben kann. Die Sozialausgaben von älteren arbeitssuchenden Menschen würden oft die Kassen von solchen Städten wie Eisenach schwer belasten, so Hegele. Mit ihrem wissenschaftlichen Werk spricht sie sich dafür aus, sämtliche Möglichkeiten der Arbeitsagenturen und der privaten Arbeitsvermittler auszuschöpfen.

Ein Baustein im kulturellen Leben

Nicht nur weil sie selber gern und viel liest, ist die Stadtbibliothek für die neue Kulturdezernentin auch in Zukunft ein wichtiger Baustein im kulturellen Leben der Stadt. Für sie ist die Buchleihe vor allem ein Ort der Kommunikation. Hegele will wenigstens einmal im Quartal eine Samstagsöffnung der Bibliothek nutzen, um mit Eisenachern ins Gespräch zu kommen. Dies nutzte am Samstag bereits eine ältere Eisenacherin, die von dem Termin in der Zeitung gelesen hatte. Sie interessierte sich für die geplante Gemeinschaftsschule und für deren personelle Ausstattung. "Ich will die Gemeinschaftsschule - und so schnell wie möglich", unterstrich Hegele.

Sie betrachtet die Betreuung der Schüler an den Nachmittagen als besonders wichtig, da Eltern heute oft mit den Hausaufgaben ihrer Kinder überfordert seien. Während die Gesprächspartnerin der Dezernentin zweifelte, ob die Personalausstattung den Ansprüchen an eine Ganztagsschule gerecht wird, hofft Hegele auf bürgerschaftliches Engagement. Eltern und Großeltern sollten Angebote an den Nachmittagen abdecken. Die Aufsichtspflicht dürfe aber nicht bei den Ehrenamtlichen liegen, so Hegeles Gesprächspartnerin.

Ein ausgewogener Wechsel ist nötig

Die Dezernentin sprach sich dafür aus, Grundschüler "relativ früh" mit den neuen Medien vertraut zu machen, sie aber keinesfalls zu überfordern. Gerade für neue Lehr- und Lernformen sei ein ausgewogener Wechsel zwischen neuen Medien und dem klassischen Buch nötig. Und da spielt für Hegele die Stadtbibliothek mit ihren vielfältigen Angeboten eine wichtige Rolle in Eisenach.

Bibo-Mitarbeiterin Petra Werner führte den Gast durch die Räume der Bibliothek. Hegele hofft indessen, dass noch viele angemeldete Bibliotheksnutzer hinzukommen. Mit einem solchen nutzerstarken Argument werde Hegele um die Zukunft der Stadtbibliothek nicht bange.

Eisenacher Stadtspitze wieder komplett

Hoffnung auf Gespräche: Eisenachs Fraktionschefs nach Nicht-Wahl

Erster Eisenacher Bürgerentscheid gescheitert

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren