Thüringen vor der größten Herausforderung

Erfurt.  Der Einzelhandel wird aufs Lebensnotwendige beschränkt. 1400 Intensivbetten sind Ziel in Thüringen.

Goethe - Schiller - Denkmal in Weimar vor dem Deutschen Nationaltheater: "Bleibt gesund und bleibt zuhause!" 

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Foto: Gerlinde Sommer / MGT

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Es wird weitere „schmerzhafter Einschnitte“ wegen der rasanten Corona-Ausbreitung für die Menschen und die Wirtschaft in ganz Thüringen geben. Das erklärt Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). So müsse mit einem deutlichen Anstieg der Infektionen und dem damit einhergehenden Notfall gerechnet werden. Der Einzelhandel wird von heute an auf das Lebensnotwendige beschränkt. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Diese und weitere wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Ramelow gestern Abend erstmals auch in einer TV-Ansprache erläutert: „Wir stehen vor der größten Herausforderung unserer jüngeren Geschichte. Das Coronavirus breitet sich mit großer Geschwindigkeit aus“, so Ramelow. „Unser Ziel ist es, die Zahl der Intensivbetten mehr als zu verdoppeln – von derzeit rund 650 auf circa 1400“, sagt er. Ramelow lobt: „Von der Krankenpflegerin über den Polizisten bis hin zur Kassiererin im Supermarkt – sie alle sind Helden des Alltags.“ Er dankt für „solidarische Vernunft“ und verantwortungsvolles Handeln.

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) betont: „Gemeinsam mit den Kreisen und kreisfreien Städten haben wir uns auf weitere Einschränkungen zum Schutz der Bevölkerung verständigt. So wird ein Flickenteppich verschiedener Regelungen verhindert.“ Nachdem am Mittwoch durch kreisfreie Städte festgelegt worden war, dass der Lebensmittelhandel an allen Tagen öffnen solle, betont Werner nun: „Mir ist wichtig, dass wir thüringenweit auf Sonntagsöffnungen im Einzelhandel verzichten. Die Belastung für die Beschäftigten in den weiterhin geöffneten Geschäften ist jetzt schon sehr groß.“

Um die Liquidität der Thüringer Unternehmen sicherzustellen, können Anträge für Steuererleichterungen gestellt werden. Das Antragsformular ist online und kann – wie weitere Informationen – auf der Internetseite des Finanzministeriums abgerufen werden.

Kulturstaatssekretärin Tina Beer sichert Unterstützung für Thüringer Kulturschaffende zu. Die aktuellen Regelungen und eine Übersicht der zuständigen Organisationen sowie der Leitfäden sind im Detail auf der Internetseite der Staatskanzlei abzurufen.

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