Heiligenstadt. Mit einer 30-minütigen Mahnwache haben gestern Abend auf dem Heiligenstädter Marktplatz etwa 100 Eichsfelder der Opfer von Erdbeben und Tsunami und der Atomkatastrophe in Japan gedacht und ausgedrückt, dass sie einen endgültigen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung wollen.

Zu Beginn wurden Kerzen um einen Blumenstrauß gestellt und eine Schweigeminute gehalten. "Wir fühlen mit der japanischen Bevölkerung", sagte Eli Sondermann vom BUND-Kreisverband, der eingeladen hatte. Es sei klar, dass das Risiko von Nuklearkatastrophen bei Atomkraft nie auszuschließen sei: "Atomkraftwerke können zu Atombomben werden." Klar sei auch, "dass auch wir in unmittelbarer Nachbarschaft mit einer todbringenden Energie leben".