Eichsfeld. Das Bistum Erfurt startet erneut ein Projekt, in dem sich junge Gläubige sozial engagieren. Die Mehrheit der Gruppen kommt aus dem Eichsfeld.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) startet am Donnerstag, 18. April, ein besonderes Projekt. Um 17.07 Uhr beginnt in der Erfurter St. Wigbertkirche (Regierungsstraße 74) eine bundesweite 72-Stunden-Aktion der jungen Gläubigen. Sie findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und gilt laut Bistum Erfurt als die größte Sozialaktion Deutschlands, in der sich junge Menschen für soziale Projekte in ihrer näheren Umgebung engagieren. Sie trägt den Titel: „Uns schickt der Himmel“.

In der Eröffnungsandacht in St. Wigbert werden der Diözesanjugendseelsorger Julian Hanstein und der Dekanatsjugendseelsorger Christoph Hackel die Jugendlichen begrüßen. Laura Wahl, Landtagsabgeordnete der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, die mit Erfurts Bischof Ulrich Neymeyr die Schirmherrschaft für die 72-Stunden-Aktion übernommen hat, wird ein Grußwort halten. Während der Andacht werden die einzelnen Projekte vorgestellt.

Im Bistum Erfurt haben sich etwa 20 Gruppen – mehrheitlich aus dem Eichsfeld – mit insgesamt etwa 500 Jugendlichen für die Aktion angemeldet, um in 72 Stunden „vor Ort die Welt ein bisschen besser zu machen“, teilt das Bistum mit. So werden zum Beispiel in Arnstadt und Weimar die sogenannten Stolpersteine gereinigt, die an Opfer der Nazi-Herrschaft erinnern. In Friedrichroda besuchen Jugendliche Einrichtungen für ältere Menschen, um mit ihnen zu singen, zu spielen und zu erzählen oder beteiligen sich als eine Aktionsgruppe bei einer Aufräum- und Reinigungsaktion.

In Heiligenstadt wird ein Kinder- und Familienfest veranstaltet; in Niederorschel der Pfarrhof, der ein Treffpunkt für alle Generationen ist, durch frischen Farbanstrich der Sitzbänke und Hoftore verschönert. Die Jugendlichen in Leinefelde möchten gemeinsam mit dem Forstamt den Wald wieder aufforsten, so die Verantwortlichen für diese Aktion im Bistum, Markus Wetter und Jens Prior. Sie beide sowie Laura Wahl und Bischof Ulrich Neymeyr werden in diesen 72 Stunden der Aktion alle Gruppen besuchen.

Die Vorfreude auf die Aktion ist groß. „Ein cooles Projekt, bei dem junge Menschen anpacken und zeigen: uns ist die Gesellschaft wichtig!“, so Markus Wetter. Jens Prior begeistert, dass „hier einmal ganz offensichtlich wird, dass gelebter Glaube bedeutet, Verantwortung wahrzunehmen. Oder wie es in dem Lied zur Aktion heißt: Lass uns was bewegen/es ist unser Glaube, den wir leben/denn wir wollen nicht nur reden.“

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