Erfurter Löwen überraschen in Testspiel Science City Jena

Erfurt  Der Jenaer Basketball-Zweitligist verliert ein Testspiel beim Drittligisten Erfurt 76:80. Für Trainer Menz ist es ein Muster ohne Wert.

Mit vereinten Kräften versuchen die Erfurter Zugänge Anthony Watkins und Alhassan Barrie (Mitte) Julius Wolf den Ball zu entreißen.

Mit vereinten Kräften versuchen die Erfurter Zugänge Anthony Watkins und Alhassan Barrie (Mitte) Julius Wolf den Ball zu entreißen.

Foto: Sascha Fromm

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Auf den Tag genau satte fünf Monate ist es her, dass die Erfurter Basketballfans einen Korberfolg ihrer Löwen bejubeln durften. Nun endlich ein erster Test vor der zweiten Drittliga-Saison und das gleich im Landesderby gegen den Bundesliga-Absteiger Science City Jena, den die Erfurter vor der erstaunlichen Kulisse von 850 Zuschauern mit einem 80:76 (47:36) überraschten.

Löwen-Trainer Florian Gut war zufrieden, wollte Spiel wie Ergebnis aber nicht überbewerten. „Das war fürs Erste schon recht ordentlich. Aber man gesehen, dass wir noch an vielen Details arbeiten müssen, etwa an der Sicherheit am Ball und im Zusammenspiel“, merkte der Er­furter Coach an. Sein Gegenüber Frank Menz strich ebenso den Testcharakter hervor. „Dieses Spiel war für uns ein Muster ohne Wert. Es kam viel zu früh. Wir haben nur fünf Tage trainiert und dabei nie fünf gegen fünf gespielt.“

In Jena spricht man von Konsolidierung

Jenas Neu-Coach – von 2012 bis 2014 Bundestrainer – hat die Aufgabe, den Verjüngungsprozess ohne seine routinierten Hale-of-Famer Immanuel McElroy, Julius Jenkins und Derrick Allen zu managen. Deshalb spricht man in Jena von Konsolidierung. Nur Konsolidierung? Im internen Kreis wird schon mit dem Wiederaufstieg geliebäugelt.

Löwen-Trainer Florian Gut indes hat sein Jungspund-Team weiter beisammen und erhofft sich – sowie erwartet – eine weitere Leistungssteigerung eines jeden Einzelnen. Den Verlust der ausgeschiedenen Profis Maximilian Kuhle und David Taylor sollen der erst am Donnerstag in Erfurter angekommene belgische Center Alhassan Barrie (24 Jahre) sowie die am Mittwoch zu den Erfurtern gestoßenen Guards Robert Merz (19) und Anthony Watkins (18) kompensieren. Allen drei zeigten gestern trotz der kurzen Eingewöhnung an, dass sie eine Verstärkung sein können.

Die meisten Punkte auf Jenaer Seite erzielte Julius Wolf mit 15

Allen voran Alhassan Barrie. Der Center stach als Top-Scorer mit jeweils 20 Punkten hervor. Neben seinem Löwen-Mitspieler Lukas Wobst, der vier von fünf Dreier warf. Die meisten Punkte auf Jenaer Seite erzielten Julius Wolf mit 15 und Alex Herrera (13).

Grundlage für den Sieg bildete eine tolle erste Hälfte. Mit aggressiver Verteidigung und ei­nem starken Oliver Pannke traten die Erfurter über drei Viertel als bessere Mannschaft auf. Erst als Jena mit extremem Pressing begann, gerieten die Gastgeber ins Wanken. Mit dem Ausgleich der Jenaer zum 68:68 (32.) war der Zweitligist drauf und dran, die Partie zu drehen. Dann aber tauschte Menz den geschlossenen Fünfer aus. „Das Ergebnis spielte für mich keine Rolle. Ich wollte alle spielen sehen“, begründete er den Wechsel, den die Erfurter für sich nutzten.

Zugang Brad Loesing war zufreiden: „Mein erster Eindruck unseres Teams ist sehr positiv. Es sind gute Kerle und man merkt, dass trotz der kurzen Zeit die Chemie untereinander stimmt. Alle sind motiviert und feuern sich gegenseitig an.“, sagte der US-Amerikaner, der aus Würzburg kam, „Das Spiel heute hatte eher wenig Relevanz. Es war in erster Linie wichtig, dass alle, auch die jungen Spieler, viele Minuten sammeln konnten und sich kein Spieler verletzt hat.“

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