SPD und CDU streiten um Multifunktionsarenen in Jena und Erfurt

Während der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) der EU-Vorprüfung zum Umbau des Steigerwaldstadions in eine Mulitfunktionsarena gelassen entgegen sieht und sein Parteikollege Matthias Machnig auch guter Dinge ist, hagelt es von Seiten der CDU heftige Kritik zu den Stadionplänen für Jena und Erfurt.

Einen Plan B für den Umbau des Steigerwaldstadions in eine Multifunktionsarbena habe er nicht in der Schublade, erklärte Andreas Bausewein unserer Zeitung. Er werde aber auch keinen brauchen, betonte der Erfurter Oberbürgermeister. Archiv-Foto: Sascha Fromm

Einen Plan B für den Umbau des Steigerwaldstadions in eine Multifunktionsarbena habe er nicht in der Schublade, erklärte Andreas Bausewein unserer Zeitung. Er werde aber auch keinen brauchen, betonte der Erfurter Oberbürgermeister. Archiv-Foto: Sascha Fromm

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Erfurt. Einen Plan B für die Modernisierung des Steigerwaldstadions habe er nicht in der Schublade, sagte am Mittwoch Andreas Bausewein unserer Zeitung. Er werde aber auch keinen brauchen, gibt sich Erfurts Oberbürgermeister zuversichtlich, dass eine Vorprüfung des Förderantrags durch die EU zwar eine Zeitverzögerung bedeutet, aber das Projekt insgesamt nicht gefährden wird. So seien beispielsweise in Ungarn Arenen auf ähnliche Weise durch die EU finanziert worden, wie nun in Erfurt und Jena geplant.

"Wir sind ja auch nicht blauäugig an die Sache herangegangen, sondern haben in Stadt und Land den Antrag intensiv geprüft", sagte Bausewein, der einer EU-Vorprüfung gelassen entgegen sieht. Wenn in drei bis sechs Monaten Unterschrift und Stempel aus Brüssel vorliege, hätten auch die letzten Kritiker keinen Wind mehr in den Segeln, so Bausewein. Die handelten ohnehin allein aus politischem Kalkül: "Sie sagen immer nur was nicht geht, zerschießen das Vorhaben aus taktischen Gründen - Ideen aber haben sie keine." Und alles was in Sachen Stadion nicht Plan A sei, werde mit Sicherheit teurer für Erfurt.

Machnig sollte das Scheitern seiner Stadionpläne eingestehen und Mittel zur Sportförderung an die für den Sport zuständige Ministerin Heike Taubert abtreten, forderte dagegen der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Volker Emde. "Mit 20 Millionen Euro könnte mancher Sportplatz und manche marode Turnhalle mit DDR-Standard endlich saniert werden", so Emde.

Der Minister habe sich "mit den geplanten Multifunktionsarenen verrannt und alle Warnungen in den Wind geschlagen. Tourismusmittel der EU taugen nicht zur Sportstättenförderung. Daran kommt man auch mit kunstvoller Antragsakrobatik nicht vorbei. Auch ein rentabler Betrieb steht in den Sternen", so Emde. Der tatsächliche Sanierungsbedarf an den beiden Stadien müsse seriös ermittelt und auf andere Weise finanziert werden.

Wirtschaftsministeriumssprecher Stephan Krauß konterte: EU-Mittel seien für den Umbau gar nicht vorgesehen. Das Geld stamme aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), einem Bund-Länder-Programm zur Investitionsförderung.

Bausewein: Multifunktionsarena Erfurt scheitert nicht an Brüssel

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