Gera. Tina Puff über die Sorgen der Geraer zur Flüchtlingspolitik

Das geht so nicht. Einmal hü, einmal hott. Erst nachdenken und dann sprechen, das lehren wir schon die Kinder. Erst heißt es, dass das Objekt des Freistaates Thüringen - das Wismutkrankenhaus in Gera - nicht in Betracht gezogen wird für eine Erstaufnahmestelle, um kurze Zeit später die Rolle rückwärts zu machen. Erst recht geht das nicht in der heutigen, mit Wut aufgeladenen Zeit. Und auch Zahlenspielerei bringt hier niemanden weiter. Hat Gera bisher nun 1153 Flüchtlinge aufgenommen oder 910. Es braucht klare und verlässliche Aussagen und es braucht Unterstützung. Gerade in Ostthüringen hat man den Eindruck, dass der Horizont der Landesregierung so manches Mal gleich hinter Jena endet. Aber da kommen in Richtung Osten noch der Landkreis Greiz, das Altenburger Land und Gera. Alles auch Regionen, die finanziell nicht gut dastehen. Es braucht mehr als nur die Ansage, dass Flüchtlinge kommen. Und es ist der Stadt auch nicht geholfen, wenn der Oberbürgermeister statt der Frauenklinik eine Halle in der Nähe der Autobahn anbietet. Was soll das ändern?