Gera. Die meistgelesenen Beiträge der Geraer Lokalredaktion in den zurückliegenden sieben Tagen

1. Wofür Gera sein Krematorium opfert

Gera. Die Energiekosten sind seit langem zu hoch für den Betrieb des städtischen Krematoriums auf dem Geraer Ostfriedhof. Seit langem gehegte Pläne für eine Sanierung sind hinfällig seit einem Bescheid der Unteren Immissionsschutzbehörde von Mitte Januar. Danach könne das Krematorium auch bei einer Erneuerung der jetzigen Technik nicht weiterbetrieben werden. Nun will die Stadt das Kremieren an einen Dritten übertragen. Ein Beschluss dazu soll noch im ersten Halbjahr 2024 gefasst werden. Das zur Sanierung geplante Geld ist somit übrig. Die 800.000 Euro sollen nun für wichtige freiwillige Leistungen verwendet werden, die sonst nicht möglich wären. So hat es der Stadtrat mit dem Haushalt für dieses Jahr am Mittwoch beschlossen.

2. Drogen in Bunkern versteckt

Das Schöffengericht am Amtsgericht Gera hat am Mittwoch mehrere gemeinschaftlich handelnde Drogendealer verurteilt. Diese hatten regelmäßig Marihuana in Gera verkauft, zum Teil an minderjährige Kunden. Die Drogen waren versteckt in Bunkern an ganz verschiedenen Stellen im Stadtgebiet von Gera.

3. So geht es weiter mit der Vitaminquelle auf der Sorge

Am 24. November 2023 hatte ein Geraer Einzelhändler Insolvenz angemeldet. Noch ist das Insolvenzverfahren nicht eröffnet, doch sein Stammgeschäft soll gesichert werden. Für die Vitaminquelle auf der Geraer Sorge gibt es „eine schnelle Rettung“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Harald Heinze.

4. Ein Geraer kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück

Torsten Buschendorf ist an einen Ort seiner Kindheit zurückgekehrt und hat mit der neuen Bleibe seinen Betrieb neu ausgerichtet. 40 Jahre nachdem der Geraer hier 1975 eingeschult worden war, stand die alte Schule in Windischenbernsdorf zum Verkauf. „Die Motivation, hier genauer hinzuschauen, war schon die Erinnerung“, erzählt der heute 55-Jährige. Als das Gebäude auch noch mit guter Substanz punktete und der Umbau für ihn bezahlbar und realisierbar erschien, griff er zu.

5. Bauern wehren sich gegen umstrittenes Batterierecycling in Gera

Landwirte und Kleinunternehmen aus dem Geraer Norden solidarisieren sich mit der Bürgerinitiative Cretzschwitz. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung lehnen sie die Ansiedlung des Batterie Recyclingparks Thüringen der südkoreanischen Investorengemeinschaft von SungEel und Samsung im Industriegebiet Gera-Cretzschwitz ab. Ab sofort wollen sie gezielt ihre Kräfte mit der BI Cretzschwitz bündeln.

6. Verdacht auf unerlaubte Geldgeschäfte: Razzien in Gera

Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen am Mittwoch bei Razzien mehrere Objekte in Gera, darunter Lebensmittelläden. Laut Staatsanwaltschaft geht es ums sogenannte Hawala-Banking. Zwei Ladenbesitzer sind unter den für illegale Geldgeschäfte Beschuldigten. Bei dem Hawala-System handelt es sich laut Glossar des Bundesamtes für Verfassungsschutz um ein „weltweit funktionierendes, informelles Überweisungssystem, das seine Wurzeln in der frühmittelalterlichen Handelsgesellschaft des Vorderen und Mittleren Orients hat“.