Klima-Pavillon kommt nach Gera

Gera  Thüringer Umweltministerium bietet dort im kommenden Jahr Debatten, Infos und Beratung. Ein möglicher Standort könnte der Museumsplatz sein.

Klimapavillion Foto: Milan Surel

Foto: Milan Surel

In der Innenstadt von Gera macht der Klima-Pavillon des Umweltministeriums ab kommendem Frühjahr Station.

Der futuristische Kuppelbau zeigt eine Ausstellung rund um brisante Fragen der Klimapolitik und bietet Raum für Aktionen, Vorträge und Diskussionen mit Wissenschaftlern, Politikern und engagierten Bürgern. Gera hatte sich als Standort beworben und wird nach Apolda, Weimar und aktuell Jena die vierte Stadt sein, die das nachhaltige Projekt einen Sommer lang beherbergt. Das teilte das Umweltministerium am Freitag mit.

Das konkrete Programm für Gera stehe noch nicht fest, sagte der Ministeriumssprecher. Man werde aber sicher auch auf erfolgreiche Programmpunkte der vorigen Jahre zurückgreifen. Unter anderem standen Fachleute wie der Münchner Physikprofessor und TV-Moderator Harald Lesch oder die EU-Abgeordnete und Fernsehköchin Sarah Wiener im Klima-Pavillon auf der Gästeliste; nach Jena kam Klaus Töpfer, ehemals Bundesumweltminister und Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms (Unep) zur Eröffnung auf die Jenaer Rasenmühlinsel. Auf jeden Fall werde es bürgernahe Veranstaltungen geben wie Klimafrühstück, Kleidertauschparty oder Stadtklima-Exkursionen. Darüber hinaus wird während der gesamten Zeit eine interaktive „Klima-Rallye“ präsentiert.

Ein starker Akzent liegt auf Ratgeberangeboten, wie jeder Bürger selbst den eigenen Klima-Fußabdruck auf unserem Planeten schmälern kann – etwa durch alternative Energieformen im Eigenheim oder alternative Mobilitätskonzepte für den Alltag. Umwelt- und Klimaschutz fängt beim Einkauf an – zum Beispiel indem man unnötige Verpackungen vermeidet.

Klimaschutz und Klimawandel, Erneuerbare Energien, Ressourcenschutz sowie klimafreundlicher Konsum und Mobilität sind auch die Themen einer Dauer-Ausstellung. Der wiederverwendbare, zehn Meter hohe Pavillon misst 16 Meter im Durchmesser und soll in seiner Form an die Erdkugel erinnern, die von einer Membran, ähnlich der Erdatmosphäre, umgeben wird. Die verwendeten Materialien wie unbehandelter Stahl, Buchen- und Lärchenholz werden am Ende recycelt.

Als Standort in Gera fasst man den Museumsplatz ins Auge. Nach der dortigen Station – von Mai bis September – wird der Pavillon den Winter über eingelagert und setzt seine Tournee 2021 in Nordhausen fort.

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