Das neue Gesundheitszentrum am Jenzigweg

Jena.  Jenaer Fitnessstudio insolvent, ein mit den Räumen am Jenzigweg vertrauter Verein ist Nachnutzer.

Der Verein Gesünder leben e. V. wird die Räume des insolvent gegangenen POMfamily (Bildhintergrund) am Jenzigweg weiternutzen. Im Bild von links Geschäftsführerin Yvonne Hübner, Vorstand Marc Vallée und Übungsleiterin Mary Meyer.

Der Verein Gesünder leben e. V. wird die Räume des insolvent gegangenen POMfamily (Bildhintergrund) am Jenzigweg weiternutzen. Im Bild von links Geschäftsführerin Yvonne Hübner, Vorstand Marc Vallée und Übungsleiterin Mary Meyer.

Foto: Thomas Stridde

Es gibt ein Leben danach. Ende März ist das Fitnessstudio „POMfamily“ am Jenzigweg 33 in die Insolvenz gegangen zum Bedauern vieler Mitglieder und Mitarbeiter. Aber: Der vor zehn Jahren gegründete Verein „Gesünder leben“ e. V. war lange Zeit unterm Dach des „POMfamily“ als Anbieter für Reha- und Präventionssport präsent. Und eben dieser Verein wird an den Jenzigweg 33 zurückkehren, berichtet Geschäftsführerin Yvonne Hübner. „Alle Vereinsmitarbeiter freuen sich riesig auf das ‘Nachhausekommen’“, sagt sie. Derzeit ist der Verein noch eingemietet im Bau 59 („Empire-Späth-Building“) am Leutragraben 2 bis 4, 14., 15. Etage.

„Gesünder leben“ plant am Jenzigweg eine breite Reha-Sport-Palette wie auch Präventions- und Gesundheitskurse. Zudem wird eine Auswahl von Geräten für das Individualtraining verfügbar sein. Schließlich bleibe der Muskel-Erhalt im Alter das A und O, sagt Vereinsvorstand Marc Vallée. Aktuell stehen 210 Vereinsmitglieder und 500 Reha-Sportler zu Buche. Die Gesundheitssportler würden ausschließlich von Physio- oder Sporttherapeuten betreut.

Ohne Frage biete das Quartier am Jenzigweg den Standortvorteil der sehr guten Erreichbarkeit mit Auto, Nahverkehr, Rad und zu Fuß, so sagt Yvonne Hübner. Ehe der Verein – voraussichtlich zum 1. August – am Jenzigweg 33 startet, wird nach Yvonne Hübners Darstellung der städtische Eigenbetrieb Kommunale Immobilien KIJ als Vermieter die 800 Quadratmeter große Räumlichkeit noch auffrischen und zum Beispiel den Sanitärbereich sanieren. Der Eingang zum Objekt soll auf die Vorderseite zum Jenzigweg hin verlegt werden. 2015 hatte die Stadt die Immobilie übernommen, um Flüchtlingen Unterkunft bieten zu können.

Den Ball flach halten die Verantwortlichen noch zur Frage, ob der Verein womöglich seinen einige Jahre gepflegten Neujahrslauf mit Start und Ziel am Jenzigweg aufleben lässt? Yvonne Hübner und Marc Vallée deuteten an, es sei denkbar, angebotene Wanderungen ferneren Tages „zu vergrößern in Richtung Lauf“.