„Eine Herzensangelegenheit“: Julius Wolf bleibt Science City Jena treu

Jena.  Basketball-Spieler Julius Wolf schlug ein lukratives Angebot aus und verlängert bei Science City. Mit den Jenaern will er zurück in die BBL. Er weiß, was er an Jena, dem Trainer und dem Club hat.

Julius Wolf (l.) bleibt bei Science City.

Julius Wolf (l.) bleibt bei Science City.

Foto: Sascha Fromm

„Es ist eine Herzensangelegenheit“, sagt Julius Wolf. Seit 2013 ist er fester Bestandteil von Science City Jena und wird mindestens noch eine weitere Saison bei den Saalestädtern bleiben. „Ich weiß, was ich an Jena, an unserem Trainer Frank Menz und dem Club habe“, sagt der 27-Jährige, der einen Vertrag bis 2021 unterschrieben hat - mit Option auf eine weitere Saison, sollte dem Zweitligisten die Rückkehr in die BBL gelingen.

Sein zweiter Aufstieg ins Oberhaus mit den Saalestädtern sei das große Ziel für die kommende Spielzeit. „Ich weiß nicht, wie es bei den anderen aussieht. Für mich auf jeden Fall“, sagt Wolf. „Ich denke, dass uns diese Saison die Chance geraubt wurde, es direkt wieder in die Bundesliga zu schaffen.“ Deswegen wolle er „Jena wieder in die BBL führen“, sobald das mit Blick auf die Corona-Krise möglich ist.

Wolf ist zufrieden mit seiner Leistung

Das Selbstbewusstsein des in Göttingen aufgewachsenen Basketballers ist dank einer sehr guten Saison gestiegen. Mit 11,2 Punkten im Schnitt pro Spiel spielte Wolf in der abgebrochenen Spielzeit seine Distanzwurffähigkeiten exzellent aus und lieferte punktemäßig die bisher beste Saison seiner Profikarriere ab. Etwas verbessern könne man immer, sagt Wolf. „Aber ich bin zufrieden mit meiner Leistung.“ Auch mit Blick auf seine neue Rolle als Führungsspieler, der er als stellvertretender Mannschaftskapitän auf jeden Fall ist. „Ich habe Verantwortung übernommen.“

Aktuell arbeitet Julius Wolf mit einem eigens engagierten Personaltrainer „an meinem Körper, damit der nach der Rückengeschichte wieder auf Top-Niveau kommt“. Zwölf Wochen lang ackert er, um erneut schmerzfrei durch eine Saison zu kommen. Am Donnerstag reiste er aus Göttingen, wo er zum Geburtstag seines Vaters, des früheren Basketball-Nationalspielers Horst Wolf, war, schnell zurück nach Jena für eine Einheit am Nachmittag.

„Aus Sicht von Science City ist Julius ein wichtiger Baustein des Teams, sowohl sportlich als auch in seiner Rolle als Identifikationsfigur“, freut sich Sportdirektor und Trainer Frank Menz über die Verlängerung einer der Stützen des Teams. Wolf hatte auch ein sehr lukratives anderes Angebot und kurz überlegt, „etwas Neues zu machen“. Doch seine Liebe zu Jena und die Wertschätzung des Vereins haben ihn letztlich überzeugt.