Jena will „Smart City“ werden und Fördergeld sichern

Jena.  Die Stadt Jena beteiligt sich am Bundes-Wettbewerb „Smart Cities made in Germany gesucht“.

Die Ziegesarstraße in Jena Neulobeda mit 300 Wohnungen wird bis 2022 saniert und zwar als smartes Wohnquartier mit hoher, digitaler Ausstattung

Die Ziegesarstraße in Jena Neulobeda mit 300 Wohnungen wird bis 2022 saniert und zwar als smartes Wohnquartier mit hoher, digitaler Ausstattung

Foto: Michael Groß

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Die Stadt Jena beteiligt sich am Bundes-Förderprogramm „Smart Cities made in Germany gesucht“. Dabei dreht es sich um die zweite Staffel eines Wettbewerbs um den Modellprojekt-Status von Kommunen. Bei der ersten Staffel sei Jena nicht beteiligt gewesen, weil die Stadt 2019 dem Aufruf zum Modellprojekt-Wettbewerb für den neuen Mobilfunkstandard 5 G gefolgt war und überraschend im ersten Schritt nicht berücksichtigt wurde, erläuterte Finanz- und Ordnungsdezernent Benjamin Koppe (CDU). An dem 5-G-Projekt werde dennoch weitergearbeitet, zumal es hier viele Verzahnungen mit „Smart City“ gebe.

Einer Jenaer Projektgruppe für das „Smart City“-Modellprojekt steht Finanzfachdienstleiter Martin Berger vor. „Es müsste doch verflixt sein, wenn wir das nicht gewinnen“, sagte er mit Hinweis auf die Jenaer Initiativen zum digitalisierten Leben (Beispiel: Smart-Quartier in der Ziegesarstraße) und die Stadt als Gastgeberin des diesjährigen Bundes-Digitalgipfels. Mit dem Förderprogramm werden nach Bergers Beschreibung durch den Bund 750 Millionen Euro über fünf Jahre verteilt. Jedes Jahr würden zehn Kommunen gesucht und pro Gewinner 15 Millionen Euro ausgeschüttet. In Phase A seien Ziele und Strategie-Planungen zu kreieren wie auch erste Investitionen von 2,5 Millionen Euro über zwei Jahre einzusetzen; in Phase B würden dann fünfjährig 15 Millionen Euro investiert. Die nötigen Investitionen würden insgesamt zu 65 Prozent gefördert. Und: Bis zum 20. April muss Jena seinen Antrag eingereicht haben, was am 18. März noch der Zustimmung des Stadtrats bedarf.

Das Motto des Wettbewerbs lautet „Gemeinwohl und Netzwerkstadt/ Stadtnetzwerk“. Dazu feilt die Projektgruppe an Handlungsfeldern, etwa „Wirtschaft, Bildung, Dienstleistung“ oder „Infrastruktur“. Der Landkreis verfüge leider weder über den Investitionsanteil von 35 Prozent noch über eine Projektgruppe, sagte Berger. So verstehe Jena seine Initiative auch für die Region als Pilotprojekt.

Am Montag ist um 15 Uhr eine Veranstaltung mit interessierten Akteuren der Digitalisierung geplant. Wer Interesse hat, kann sich unter smartcity@jena.de melden.

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