Ökonom: Was die Politik von der „Boomstadt“ Jena lernen kann

Jena  Der Ökonom Oliver Holtemöller hat sich in einem Interview positiv über die Stadt Jena, in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit und einen gelungenen Strukturwandel geäußert.

Jena hat eine tief verwurzelte Beziehung mit der optischen Industrie.

Jena hat eine tief verwurzelte Beziehung mit der optischen Industrie.

Foto: Peter Endig/dpa

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Oliver Holtemöller (48) ist Ökonom und Forscher am Wirtschaftsforschungsinstitut in Halle an der Saale. In einem Interview für Spiegel Online äußert er sich positiv über die Stadt Jena im Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit und einem gelungenen Strukturwandel.

Holtemöller sagte in dem Gespräch, dass in Jena verschiedene Faktoren zusammengekommen sind. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Stadt liegt stark in der optischen Industrie. Aufgrund der traditionellen Verwurzelung auf diesem Gebiet, auch die Uni hat als Schwerpunkt den Bereich Optik, konnte sich im Laufe der Zeit eine spezialisierte Arbeiterschaft etablieren.

Der Ökonom weißt darauf hin, dass in der Region Jena das durchschnittliche Einkommen noch vor 30 Jahren deutlich unterdurchschnittlich war. Allerdings fehlen laut Holtemöller gerade im Osten Deutschlands sogenannte Wirtschaftslokomotiven.

Während man sich im Ostdeutschland noch sehr lange um die Industrie kümmerte, wuchsen und wachsen in Westdeutschland immer mehr Firmen im Dienstleistungssektor heran. Zudem gibt es große Unterschiede bei ungelerntem und leitendem Personal, sagte Holtemöller in dem Interview.

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