Wartburgkreis. Wolfgang Hochstrate, Pfarrer im Ruhestand aus Untersuhl, schreibt über Kirche in der Faschingszeit

Moses kommt mit den Gesetzestafeln vom Berg Sinai herunter und sagt zu dem wartenden Volk: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Welche wollt ihr zuerst hören? „Die gute!“ Ich konnte den Herrn auf 10 Gebote herunterhandeln! „Und was ist die schlechte Nachricht?“ Das mit dem Ehebruch ist noch dabei!

So könnte es gestern Abend der Kaplan vom Mainzer Dom in der Bütt gesagt haben. Wir haben ja, liebe Leser, das Hauptwochenende des Karnevals, und am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit, sozusagen eine witzlose Zeit. Da wollen wir noch einmal lachen und schmunzeln.

Nächster Witz: Da sagt ein Verächter des Glaubens: „Die Weihnachtsgeschichten der Bibel sind alle erstunken und erlogen – aber der Vater von Jesus könnte ein römisch-germanischer Legionär gewesen sein, der die Maria geschwängert hat, blond und blauäugig wie Björn Höcke. Deshalb muss Jesus blonde Locken und wasserblaue Augen gehabt haben…“ Und wenn es nun nicht der Heilige Geist war, sondern ein römischer Legionär aus Äthiopien? Überhaupt ist die Frage: Wenn unsere Demokratie verloren gehen sollte, kommen dann auch die „Teutschen Christen“ zurück? Dagegen müssen wir „Protestanten“ aufstehen!

Nächster Witz: Nathanael-Kevin sagt: „Es gibt keinen Gott!“ Wiebke-Cheyenne erwidert: „Vielleicht gibt es ihn doch?“ Und Gott auf dem himmlischen Thron denkt sich: „Oh, da muss ich der Wiebke-Cheyenne wohl noch dankbar sein, dass sie die Möglichkeit meiner Existenz in Betracht zieht…“ Was sagt die Bibel dazu (Psalm 2, 4)? „Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.“

Nächster Schmunzler: Da geht Gott also in seinem Paradiesgarten umher, nimmt eine Blume und zerpflückt sie: „Es gibt mich; es gibt mich nicht; es gibt mich; es gibt mich nicht…“

Liebe Leser, die Frage ist nicht, ob es ihn gibt, sondern was ER uns gibt, nämlich Heil, Frieden, das tägliche Brot, Gerechtigkeit, unbegrenzte Menschenliebe, und auch ein bisschen Humor. Danke, lieber himmlischer Vater!