Tiefenort. 3:0-Sieg bei bisher ungeschlagenen 1. TSV Bad Salzungen und Vorfreude auf Spitzenspiel in Gera

Vor dem Spitzenspiel beim Geraer VC in der Panndorfhalle gelang den Männern des SV TU Ilmenau in der Volleyball-Thüringenliga beim 1. TSV Bad Salzungen ein glatter 3:0-Sieg (25:18, 25:20, 25:22), mit dem das Team von Spielertrainer Philipp Rohm weiterhin zwei Punkte vor Gera Spitzenreiter bleibt.

Mitte Oktober, ebenfalls in Gera, allerdings in der IGS-Sporthalle, unterlagen die Ilmenauer 0:3. Es blieb die bisher einzige Saisonniederlage. „Beim Tabellenzweiten in Gera wollen wir diese Niederlage wettmachen“, so die Kampfansage von Sebastian Ziehn, der Ilmenauer Nummer eins.

In Tiefenort beendeten die Ilmenauer Männer, wieder mit Spielertrainer Philipp Rohm, zunächst eine Serie, die des bisher als einzigem Team noch unbesiegten 1. TSV Bad Salzungen. „Skurril, aber im Volleyball auf Landesebene gar nicht so unüblich ist die Konstellation, dass wir bereits das neunte Saisonspiel bestritten, während die Salzunger erst ihr drittes absolvierten“, erklärt Ziehn auch die Verzerrungen in der Tabelle, obwohl da Ilmenau auch in der Quote vorn liegt, jedoch mit Gotha II oder Schmalkalden noch zu rechnen sein dürfte. „Bad Salzungen spielt die zweite Thüringenliga-Saison und ist mit seiner Mischung aus erfahrenen Spielern und einer starken Athletik durchaus als ein ernsthafter Konkurrent um die vorderen Plätze zu sehen – sie konnten vergangene Woche beim Geraer VC mit 3:2 gewinnen.“

Die erste Satzhälfte war geprägt von Nervosität auf Bad Salzunger Seite, was TU zu einer 11:8-Führung verhalf. Eine Aufschlagserie von Zuspieler Ziehn sorgte für klare Verhältnisse (19:8). Der 25:18-Satzerfolg war letztlich ungefährdet.

Deutlich ausgeglichener gestaltete sich der zweite Satz. Bad Salzungen reduzierte seine Fehlerquote und erhöhte den Druck. Durch Aufschlagserien von Mikhail Likhachev und Kapitän Marco Köbe gelang es den Ilmenauern, einen 6:9-Rückstand in eine 15:11-Führung zu drehen. Der Vorsprung schmolz jedoch bis zum 20:19 wieder. Eine Fehlentscheidung des unsicheren Schiedsgerichts, ein Block von Pawel Koroljow und wuchtige Angriffe von Florian Brödler und Artem Andreev sorgten doch noch für einen 25:21-Satzerfolg.

Zu Beginn des dritten Satzes hatte Ilmenau Probleme mit den Float-Aufschlägen des Salzunger Mittelblockers Klein und lagen schnell 2:8 zurück. Doch erneut waren es krachende Blocks, die Aufschlagserien von Koroljow und Brödler ermöglichten und für den 13:13-Ausgleich sorgten. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Spielertrainer Rohm ein gutes Händchen beim 17:18 mit einem Doppelwechsel bewies, „indem er zeitgleich Diagonalangreifer für den Zuspieler wechselte und umgekehrt - und damit sowohl Block als auch Angriff stärkte“, so Ziehn, der selbst betroffen war. Mit der besagten Einwechslung von Ingelmann/Rohm für Koroljow/Ziehn wendete sich das Blatt. Aufschlagserien von Andreev und Brödler sorgten für die 24:20-Führung – beim dritten Matchball sorgten die Salzunger selbst zum 22:25 für die Spielentscheidung.

Nach dem Gera-Spiel kommenden Sonnabend (etwa 13 Uhr) haben die Ilmenauer am 16. Dezember in der Campushalle noch ein Heimturnier gegen die Blue Volley Juniors U21 und den VC Gotha II und wollen danach gern als Spitzenreiter in die Weihnachtspause gehen.