FC Carl Zeiss plant Transfer-Coup

Das wäre der erste große Coup des neuen Präsidenten Rainer Zipfel. Jan Simák steht in Verhandlungen mit dem FC Carl Zeiss Jena.

Bald wieder in Jena: Jan Simak verhandelt mit den Saalestädtern.

Foto: zgt

Jena. Aufgeflogen ist das an einer Jenaer Tankstelle. imák fuhr mit seinem weißen Auto mit Mainzer Kennzeichen vor - eine Zapfsäule weiter betankte gerade Bald-Bayern-Angreifer Nils Petersen sein Auto. "Ich dachte, ich sehe nicht richtig", sagt Petersen. Er fragte seinen alten Mannschaftskameraden, was er in Jena mache. Antwort: über eine Rückkehr verhandeln. Schon im Winter bemühte sich Sportdirektor Lothar Kurbjuweit um die Dienste des Tschechen - damals vergebens, weil der gut dotierte Kontrakt beim FSV Mainz 05 noch lief. Ab dem 1. Juli aber ist imák ablösefrei zu haben. Er präferiert den FC Carl Zeiss Jena, weil er Stadt und Verein in seiner Zeit schätzen gelernt habe. Zuletzt war der Tscheche, der Jena einst bis ins DFB-Pokalhalbfinale führte, bei Bundesligist Mainz nur Reservist.

Der nächste Leistungsträger ist dagegen weg: Aykut Öztürk unterschrieb gestern beim SV Sandhausen einen neuen Vertrag. Er kehrt damit dem FC Carl Zeiss Jena den Rücken zu. "Ein Angebot hatte ich von Jena nicht vorliegen", sagt er. Telefonate habe es gegeben, die Verantwortlichen haben ihm dabei aber nicht den Eindruck vermittelt, ihn unbedingt halten zu wollen. Nun hat er sich für zwei Jahren beim SV Sandhausen verpflichtet. Nach Jens Truckenbrod ist das nun schon der zweite Stammspieler, der Jena verlässt.

Doch es gibt auch - neben imák - weitere potentielle Neuzugänge. So soll der Cottbusser Nils Miatke in der kommenden Woche einen Vertrag in Jena unterzeichnen. Rat holte sich der 21-Jährige - klar - bei Nils Petersen ein. "Er hat eigentlich nur Gutes über Jena berichtet, es sei eine super Stadt und ein super Verein", sagt der Linksfuß, der als Bahnspieler in Jena zum Einsatz kommen soll. Im abgelaufenen Zweitliga-Spieljahr kam er nur auf einen Einsatz über 45 Minuten. "Ich will aber unbedingt spielen - und nicht nur eingewechselt werden", sagt er. Deshalb habe er die Gespräche mit Jena geführt. "Unterschrieben ist aber noch nichts", sagt Miatke, der die Jenaer beim trostlosen Gastspiel in Babelsberg begutachtete. Bisher war Miatke dem FC Energie treu, durchlief seit der E-Jugend alle Nachwuchsmannschaften der Lausitzer. Jetzt sei es aber an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren.

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