Shala war‘s: FC Carl Zeiss Jena verliert gegen den SV Babelsberg

Jena  Ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen für den FC Carl Zeiss Jena in diesem munteren Aufeinandertreffen mit dem SV Babelsberg. Doch Jenaer Tore blieben den 2690 Zuschauern gestern Abend im Ernst-Abbe-Sportfeld verwehrt.

Der Mann des Tages war ein Ex-Jenaer: Andis Shala (links gegen Jenas Maximilian Schlegel) war an beiden Toren beteiligt. Foto: Jürgen Scheere

Der Mann des Tages war ein Ex-Jenaer: Andis Shala (links gegen Jenas Maximilian Schlegel) war an beiden Toren beteiligt. Foto: Jürgen Scheere

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Weder Fisch noch Fleisch, dafür etwas Spektakel bot diese Regionalliga-Partie aber durchaus – und eben diese zwei Babelsberger Siegtreffer: Der FCC unterlag mit 0:2.

Zweimal klatschte der Ball an den Pfosten. Zum ersten durch Manfred Starkes Schuss aus Mittelstürmerposition (39.). Zum zweiten bei Marcel Bärs Versuch aus dem Hinterhalt (43.). Einmal lag der Ball sogar im Kasten der Randberliner. Allerdings stand Justin Gerlach bei der Ballabgabe im Abseits. Sein Jubel mit Fingerzeig wurde vom Pfiff des Unparteiischen Sebastian Schmickartz aus Berlin jäh unterbrochen (9.). Kurz davor hatte auf der anderen Seite der ehemalige Jenaer Andis Shala nach furchtbarem Ballverlust von Sören Eismann in der Vorwärtsbewegung die große Gelegenheit, bedrängt von Justin Gerlach einzuschießen. Im Fallen aber konnte er das Leder nicht ausreichend platzieren – drüber (6.)! Eine weitere nennenswerte Chance besaß Sören Eismann, dessen Kopfball aber am Dreiangel vorbei ins Toraus flog (28.).

So viel zur ersten Halbzeit.

Die zweite begann mit einer Jenaer Gelegenheit. Der auf links zur Grundlinie durchgebrochene Maximilian Schlegel gab die Kugel lang nach innen, wo Bedi Buval bereits lauerte. Der Franzose aber bekam das Leder im Rutschen nicht kontrolliert, setzte es weit rechts vorbei (52.). Sechs Minuten danach waren die Babelsberger mal wieder gefährlich: ein Drehschuss von Bilal Cubukcu ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei (58.). Besser zielte dann – genau – Andis Shala. Der groß gewachsene Angreifer köpfte nach einer Flanke von der rechten Seite das Leder in die Maschen des Jenaer Tores. Ausgerechnet er. Ausgerechnet Shala (66.). Und dieses Tor brach dem FCC das Genick. Die Jenaer waren nun völlig von der Rolle, zu ungenau im Passspiel, zu ungeschickt in den Zweikämpfen. Die Folge war das 0:2. Die Flanke kam von der rechten Seite – von wem? Nun, Shala war‘s. Und im Zentrum stand Matthias Steinborn parat, der keinerlei Mühe hatte, den Ball aus fünf Metern über die Linie zu drücken (75.).

Ein Lebenszeichen des FC Carl Zeiss sendete erst der eingewechselte Dominik Bock. Er zog aus 19 Metern einfach mal ab – nur knapp strich der Ball übers Quergestänge (81.).

Der Rest ist Geplänkel. Der Rest ist ein Sichergeben in die Niederlage. „Wir müssen zur Pause 2:0 führen. Aber das Glück war nicht auf unserer Seite. Nach dem 0:1 fehlte uns die Haltung, die Widerstandsfähigkeit, uns dagegen zu stemmen“, sagt Trainer Volkan Uluc.

Jena:Schmidt - Eismann (78. Wolfram), Klingbeil, Gerlach, Schlegel - Erlbeck (64. Bock), Reimann - Bär, Mergel (74. Giebel), Starke - Buval. Babelsberg: Gladrow - Mihm, von Piechowski, Akdari, Cepni (21. Salla) - Fiegen, Hellwig - Uzun (89. Günel), Cubukcu, Steinborn (83. Kwatu) - Shala. Schiedsrichter: Sebastian Schmickartz (Berlin). Zuschauer: 2690. Tore: 0:1 Shala (66.), 0:2 Steinborn (75.).