Sportveranstaltung für rechtsextreme Propaganda ausgenutzt – Stadtsportbund Erfurt distanziert sich

Erfurt  Kinder tragen Propaganda-Shirts bei Sportveranstaltung.

Symbolbild.

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Foto: Hans-Peter Stadermann

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Am Sportabzeichentag des Stadtsportbundes Erfurt haben drei Kinder teilgenommen, die in T-Shirts der rechtsextremen Kleinstpartei „Der dritte Weg“ auftraten.

Davon haben sich Stadtsportbund und Landessportbund jetzt in einer gemeinsamen Erklärung distanziert – und dabei öffentlich gemacht, dass es im vergangenen Jahr zu einem ähnlichen Fall gekommen ist.

Die gesellschaftliche und inhaltliche Auffassung dieser Partei entspreche in keiner Weise den Werten des organisierten Thüringer Sports, heißt es in der Mitteilung. „Daher macht es uns als Ausrichter umso mehr betroffen, dass eine Breitensportveranstaltung für solche Zwecke der rechtsextremen Propaganda ausgenutzt wird“, erklärt die Vorsitzende des Stadtsportbundes Erfurt, Birgit Pelke.

Nach Darstellung der Sportbünde sei versucht worden, Kindern, die Partei-Kleidung tragen, neutrale Shirts anzubieten. Weil aber die Stationen zum Sportabzeichen in Eigenverantwortung absolviert würden, seien die drei Kinder nicht aufgefallen.

Begleitet wurden sie, das geht aus einem Beitrag auf der Homepage der Neonazi-Partei hervor, von „ihrem Trainer Wolodja Wanjukow“. Der hatte für die Partei für den Erfurter Stadtrat kandidiert.

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